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Neues aus dem mittelalterlichen Wien.

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Schweinsnasiger Zupfpsalter

06.01.2017 von Rotschopf in Fun

Was ich im Moment mache? Ich sitz allein auf der Wohnzimmercouch und übe Psalter-Spielen. Denn meinen Mann hab ich erfolgreich vergrault durch mein Geklimper 😀 (mehr …)

Es gibt ja im Reenactorleben immer so ein paar Dinge, die sieht man irgendwo und man will sie direkt haben. Und dann kommt hoffentlich das Nachdenken über das wie und das ob. Und darüber, ob man nicht berechtigerweise furchtbar aufläuft bei den Fellow-Reenactors, die einem die Peer-Review liefern für die Rekonstruktion. Ein kleiner Bericht aus der Forschungsarbeit.

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Es ist Winter und von überall her kommen die Rezepte für Hypocras, ein wirklich gefährlich leckeres Zeug. Ich wollte aber schon länger einmal ein anderes Rezept ausprobieren. Caudel oder Cawdel.

Dieses Getränk scheint ein England-spezifisches Rezept zu sein und ist der Vorgänger des Butterbiers. Ja, ihr habt richtig gelesen. Butterbier is a thing und das abseits der Warner Brothers Erlebniswelten. Allerdings taucht das erst im frühen 16ten auf, daher hab ich mich jetzt einmal an ältere Rezepte gehalten.

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Schluss, aus, weg mit dem Zeug! Schmeißt den schmiedeeisernen Klorollen-Verbrennungs-Halter, die Lampenölgetränkten Fackeln und Visby-Laternen endlich aus dem Fenster raus! Wir sind hier schließlich nicht beim Raubritter Kunibert im Verlies, sondern inmitten der Zivilisation des Spätmittelalters! Wir möchten euch hiermit einige der zahlreichen Alternativen vorstellen, Lager, Haus oder Weg auf historische Weise zu beleuchten.

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Darstellung und Belebung bedeutet, alles zu hinterfragen, was man im modernen Leben für selbstverständlich hält. Auch zB ob solche hübschen Blumenvasen am Tisch eigentlich auch dem mittelalterlichen Menschen gefallen hätten?

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Sehen wir mal nach!

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Nun läuft unser Jüngster bereits eifrig, weshalb es nun an der Zeit wäre, eine Übersicht über seine Ausstattung zu machen …

 

  • 1. Lebensjahr:

Den historischen Quellen zufolge werden Babys im 1. Lebensjahr als gepuckte Säuglinge dargestellt. Pucken konnte alle (mehr …)

Linktipp: Infos zur Pest

04.10.2016 von Rotschopf in Alle

http://www.medievalists.net/2010/10/01/black-death/

Alte Fotos? Yes Please!

03.10.2016 von Rotschopf in Fun

Grade hab ich was in alten Fotoalben von mir gesucht und bin dabei über eine Menge….interessanter alter Fotos von mir gestoßen. (mehr …)

Hirtentasche

29.09.2016 von Rotschopf in Textilverarbeitung

Und weil ich jetzt eine hirtische Waffe hab und eine hirtische Flöte, dachte ich mir, ach komm, da is es ja nimmer weit bis zur Hirtin oder? Auch wenn ich vermutlich nie Gelegenheit haben werde, mal ne Schafherde zu hüten bei einer Veranstaltung, wenns doch mal so weit sein sollte, hab ich eine Ausstattung 🙂

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Schleudern

27.09.2016 von Rotschopf in Lagerausrüstung, Rekonstruktionen

Das Schleudern mit sogenannten „Slings“ verfolgt mich nun, seit ich via Bekannte vom Projekt Ottonenzeit auf das Thema Mittelalterliche Steinschleudern gestoßen bin.

Mich fasziniert diese simple Technik sehr. Obwohl ich als Frau vermutlich nicht gerade häufig mit Schleudern zu tun gehabt hätte, wollte ich das jetzt unbedingt auch mal ausprobiern, von mir aus auch neben der öffentlich präsentierten Darstellung, wenn es sich didaktisch nicht einbauen lässt. Ob ich Talent dazu habe, wird sich zeigen.

Sehen tut man sie oft in Zusammenhang mit Hirtenabbildungen oder Jagd/Outdoornutzung ( hier mit Stabschleudermodell und hier und hier) und natürlich Abbildungen vom Kampf David gegen Goliath (hier und hier und hier und da und hier). Aber zB auch im militärischen Kontext. Es gibt dabei 2 Typen, einmal die, bei der nur Stränge mit einer Tasche versehen verwendet werden und einmal die, wo zusätzlich ein Stab/Stock dranhängt, der den Wurfarm noch verlängern soll und andere Techniken benötigt.

Hier nun erst mal mein Rekonstruktionsversuch Nummer 1, für die Tasche habe ich ein Stück Leder gewählt, das ich längs eingekerbt habe, wie es in den Schleswig Funden mehrmals ausgegraben wurde. Eine schlaue Konstruktion, das Leder dehnt sich, wenn das Gewicht des Steins und der Fliehkraft wirken, geht aber anschließend leichter wieder zusammen, so dass es nicht ausbeult. Als Riemen habe ich ganz einfach dickes Leinengarn zu einem Strang geflochten mit einer Schlaufe an der einen und einem einfachen Knoten an der anderen Seite.

So, dann geh ich mal hübsche runde Steine an der Donau sammeln und ein großes leeres Feld aufsuchen zum Üben 🙂

 

Edit: Vielen Dank an Singa Lu, der mich auf diese tolle Pinnwand von ihm aufmerksam gemacht hat!!