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Blog

Alle Posts aus der Kategorie "Alle".

Nun läuft unser Jüngster bereits eifrig, weshalb es nun an der Zeit wäre, eine Übersicht über seine Ausstattung zu machen …

 

  • 1. Lebensjahr:

Den historischen Quellen zufolge werden Babys im 1. Lebensjahr als gepuckte Säuglinge dargestellt. Pucken konnte alle (mehr …)

Linktipp: Infos zur Pest

04.10.2016 von Rotschopf in Alle

http://www.medievalists.net/2010/10/01/black-death/

Bachrittertage 2016

01.09.2016 von Rotschopf in Alle

Unsere Fotos

Hohentwieler Klingenkunst

Adi Reinefeld

Schwäbische Zeitung

Markus Single

Die Reisecen

 

 

 

 

Hier unser Veranstaltungsbericht und Fotos

(mehr …)

Neue Saison – Neues Design

04.07.2015 von Rotschopf in Alle

Huch! Was ist denn hier passiert? Nun, wir fanden, das Design und der Aufbau unserer Website brauchte schon lang eine Überholung, vor allem auch um den vielen – wie wir finden großartigen – Content leichter abrufbar und auffindbar zu machen. Unser lieber Thorsten hat sich also die Mühe gemacht und uns ein augenfreundlicheres, moderneres und benutzerfreundlicheres Design gegeben.

Die Struktur ist relativ selbsterklärend und ihr findet sicher leicht wieder, was ihr sucht. Ganz neu ist unsere englische Version der Seite. Auf dieser gibt es nocht nicht viel zu sehen, wir können erst nach und nach die über 100 Seiten und bald 400 Blogeinträge übersetzen. Da aber auch wir von englischsprachigen Seiten und Blogs der Darstellerkollegen aus aller Welt profitieren, ist es nur sinnvoll, auch unsere Reichweite etwas zu erhöhen.

Genug gesagt, viel Spaß auf unserer neuen Webseite, über hilfreiche Hinweise zu Bugs und Co freuen wir uns sehr!

Mittelalterhochzeit?

06.03.2014 von Rotschopf in Alle

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1144333095600230.1073741825.1144329052267301&type=1

http://deventerburgerscap.blogspot.co.at/2014/12/a-fourteenth-century-wedding.html

Einfarbige Darstellungen in kleinem format sind nur aufgeführt, wenn im selben bild andere Textilien des selben Formats sehr wohl gemustert abgebildet sind.

1345. Andrea di Cione di Arcangelo soprannominato L’Orcagna

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M194698&objnr=43159&nr=15 1101-1200, Spanien

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M194704&objnr=43160&nr=161101-1200, Spanien

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M194697&objnr=43186&nr=17
12-13.jhdt spanien

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M278749&objnr=10061357&nr=18
Südeuropa, Mittelalterlich

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=KN4836&objnr=10069289&nr=21
12. jhdt Frankreich

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M196980&objnr=65853&nr=37
13-14.jhdt

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=KN4832&objnr=10069284&nr=44
13. Jhdt, Niederlande

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=KN4833&objnr=10069285&nr=45
13. Jhdt Niederlande

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=KN4834&objnr=10069287&nr=47
13. Jhdt Niederlande

https://www.pinterest.com/pin/461478293051909428/
14. Jhdt, England

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=M192602&objnr=43485&nr=83
14-15 jhdt

http://balat.kikirpa.be/photo.php?path=Z001879&objnr=10152634&nr=104
15. jhdt

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg848/0123
Codex Manesse um 1310

http://visualiseur.bnf.fr/ConsulterElementNum?O=IFN-22000889&E=JPEG&Deb=1&Fin=1&Param=C
England oder Frankreich, 14tes

http://visualiseur.bnf.fr/ConsulterElementNum?O=IFN-07904147&E=JPEG&Deb=1&Fin=1&Param=C The Books of Modus and Ratio (BNF Fr. 12399, fol. 157v), 1379

https://www.pinterest.com/pin/522417625498281390/ Spielebuch von alfons, spätes 13tes

https://de.pinterest.com/pin/142989356894893331/
um 1280, französisch (?)

https://de.pinterest.com/pin/142989356894880080/
Dantes Inferno von Giotto um 1300

https://de.pinterest.com/pin/142989356894825586/
Tacuinum sanitatis um 1380-90

https://de.pinterest.com/pin/142989356894002010/

https://de.pinterest.com/pin/142989356893376657/
frühes 14tes

https://de.pinterest.com/pin/142989356892605975/
15tes Jahrhundert (Heures de Duc de Berry?)

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Luttrell_Psalter_%28c.1325-1335%29_-_BL_Add_MS_42130#mediaviewer/File:Sheep_pen_%28Luttrell_Psalter%29.png
Lutrell Psalter, 1. Hälfte 14tes

http://en.wikipedia.org/wiki/Luttrell_Psalter#mediaviewer/File:Dining_room_scene_from_the_Luttrell_Psalter.jpg
Luttrell Psalter, erste Hälfte 14tes

https://de.pinterest.com/pin/493284965408344669/
15. Jhdt

https://www.pinterest.com/pin/470696598529714824/
15. Jhdt

https://de.pinterest.com/pin/493284965408344655/
Flämisch, 14-15. Jhdt

https://de.pinterest.com/pin/493284965406536792/
Italien, spätes 14tes

https://www.pinterest.com/pin/358247345331536586/
Tschechien, 15tes

https://www.pinterest.com/pin/470696598529772150/
Maastricht hours 14tes

https://www.pinterest.com/pin/470696598529721633/
Comedia of Terence um 1400

http://cottesimple.com/wp/wp-content/uploads/2012/10/RomanceAlex204r_prostitute_with_purse_large.jpg
Alexanderroman, Prostituierte, 14. Jhdt

http://www.kostym.cz/Anglicky/2_Detaily/01_Doplnky/II_01_115.htm

 

Warum 1350

22.07.2013 von Rotschopf in Alle

Das 14. Jhdt ist eine Zeit des Wandels.

Wir finden genau das an dieser Zeit spannend. Den Umbruch und die Wandlung. Der Bewohner wird zum Bürger, der einfache Handwerker zum respektablen Geschäftsmann, das Heimchen am Herd zur selbständigen Frau, die Ansammlung von Hütten zur blühenden Stadt. Die Hochgotik ist eine Zeit der Entwicklung, in der wenige Dinge feststehen, was die Recherche natürlich schwierig aber auch interessanter macht, den Interpretationsrahmen sehr erweitert.

1338 – die biblische Plage
In diesem Jahr verwüstet ein Heuschreckenschwarm rund um Wien die Ernte, Hunger, Preisanstieg und viele Bankrotte sind die Folge

1348 – die Erde bebt
Eines der wenigen nachgewiesenen Erdbeben in Wien richtet keinen zu großen Schaden an, erschüttert aber die Gemüter der Einwohner zutiefst

1349 – der Tod wandert über Europa
Aus Asien, über Italien und Apulien, die großen Handelswege entlang, schleicht sich die Beulenpest nach Österreich. In ganz Europa rafft sie fast 25 Millonen Menschen, in Wien mehr als 1/3 der Stadtbevölkerung dahin, sie findet die passende Angriffsfläche in den von Hungersnöten geplagten Körpern der Menschen und in den engen und schmutzigen Gassen der Stadt.

1349 – die Suche nach Schuldigen
In den Wirren der Seuche und dem Macht-Vakuum, das durch die Flucht aufs Land von weltlichen und religiösen Herrschern entsteht, sucht sich die Bevölkerung ein Ziel für ihre Wut und Hilflosigkeit und greift, wie so oft, auf eine der unbeliebteren und lang schon misstrauisch beäugten Bevölkerungsgruppe zurück, die Juden. Man verdächtigt sie, die Brunnen der Stadt vergiftet zu haben. die Folge ist ein wütender Mob, der viele Juden auf Scheiterhaufen ohne Verurteilung einfach verbrennt.
Herzog Albrecht II ergreift Partei für die jüdische Bevölkerung und gebietet dem Treiben Einhalt. Er lässt mehrere Dörfer im Umkreis der Stadt verwüsten zur Bestrafung und droht schwere Strafen auf Selbstjustiz gegen Juden an.

1350 – Feuer in der Stadt
Gleich zwei große Feuersbrünste (Herbst 1349 und Frühjahr 1350), die den größten Teil der vorhandenen Baumasse vollständig vernichten und viele Todesopfer fordern (direkt und indirekt im Winter, dem die Bevölkerung danach schutzlos ausgeliefert ist), brechen das letzte bisschen Hoffnung der Wiener.

Die Zeit der „Katastrophenjahre“, ändert vieles in der Realität und vor allem der Selbstwahrnehmung der Bevölkerung, das eigene Leben wird zum hohen Gut, die eigene Sterblichkeit wird den Bürgern Wiens vorgehalten und sie erkennen, es gibt nur eine begrenzte Zeit für sie, um etwas zu schaffen, das überlebt, und um sich auf das Jenseits und das Ewige Leben vorzubereiten.
Zwei interessante Strömungen bilden sich heraus. Eine, die an eine Strafe Gottes glaubt, allem weltlichen absagt, sich dem Glauben und der Buße zutut und eine, die – enttäuscht von der Kirche, die handlungsunfähig zusah,  mit fehlenden Antworten nicht gerade brillierte und ihren Einsatz in einer Zeit, in der die Menschen sie am meisten zum Beistand gebraucht hätten, verpasst hatte – hedonistisch den vielen Freuden des Lebens hinterherjagt, um die verbliebene Zeit bestmöglich zu nutzen. Manche Wissenschaftler vermuten hier die ersten Regungen einer Entwicklung, die Ende des 15. Jhdts zum Bruch der Kirche und der Reformation bzw der Renaissance mit ihrer Betonung des weltlichen Daseins führte.

Aber nicht nur in der Persönlichkeit der Menschen ändert sich etwas, die so plötzlich gestiegene Sterberate lässt vielen Stadtbürgern einen reichen Geldsegen mit dem bitteren Nachgeschmack eines viel zu frühen Erbes zu Teil werden und ermöglicht ihnen den Aufstieg in höhere Schichten der Gesellschaft, das sogenannte „Erbbürgertum“ soll in der Folge noch zu einer großen Lobby in der Stadtpolitik und einem Dorn im Auge des durch Blutlinie vererbten Adels werden.

Auch erhöhen sich Löhne durch den auf die Pest folgenden gestiegenen Arbeiterbedarf und führen die Städte zu unerwartetem Wohlstand, die Zünfte nehmen viele Anwärter auf, denen sie zuvor den Beruf verwehrten und letztendlich stellen sich diese Katastrophenjahre als Glücksfall für die Frauen Wiens dar, die notgedrungen Geschäft und Handwerk der verstorbenen Ehemänner und Söhne übernehmen und so die Chance erhalten, sich zu bewähren. In Frankreich bilden sich zu dieser Zeit die ersten reinen Frauenzünfte.

Für die handwerkliche Darstellung, ist also die Mitte des 14. Jhdts ein wichtiger Meilenstein und deshalb äußerst reizvoll.