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Knochenflöte

Als ich noch ein Gromi war und auf Festen unterwegs, da hatte ich immer meine Flöten mit dabei. Ich hab ja seit ich 6 war bis zum zarten Alter von 22 regelmäßig Stunden genommen und war – das sag ich jetzt ohne Hochmut – eine nicht ganz unbegabte Musikerin. Dass die Pläne meines Lehrers – ich solle doch am Konservatorium lernen – nicht aufgingen, lag hauptsächlich daran, dass ich ein furchtbar fauler Schüler war.
Das Spielen hat mir auch immer Spaß gemacht, aber mit der Recherche kommt die Erkenntnis, dass meine barocken Flötenmodelle leider nicht verwendbar sind und dann wars im Hobby relativ schnell vorbei damit.

Kürzlich lag mir dann mein Vereinskollege  Nikolaus in den Ohren, jemand müsse doch auch mal für musikalische Unterhaltung sorgen auf den Veranstaltungen (und ich Großmaul hatte schon mit meiner Musikalität geprahlt und bin da das willige Opfer). Da mein Geldbeutel derzeit klein und meine Darstellung einfach ist, wollte ich etwas, einfaches, hirtisches, schlichtes.

Auftritt: die Knochenflöte.

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Gemacht wurde sie von der talentierten Edith Exo. Sehr empfehlenswert, wenn selbst ein Kauf geplant ist, super Service, schnelle Abwicklung und gute Qualität.

Das Material ist Rotwildknochen, ein eher einer Minderheit im Fundgut angehörendes Material, aber dennoch in diversen Funden belegt. Schön schwer und liegt damit super in der Hand.

 

Hier übrigens ein Original aus dem Landesarchäologischen Museum in Konstanz

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Weil ich euch die Fundlage auch nicht besser erklären kann als die unzähligen Publikationen zu Funden von Knochenflöten, die es überraschenderweise in großer Zahl online verfügbar gibt, hab ich euch hier einmal ein paar Exemplare verlinkt.

Knochenflötenfunde aus Schleswig

Englische Knochenflötenfunde des Mittelalters

Knochenflötenfunde aus Müstair

Knochenflöte aus dem 14. Jahrhundert, Burch Vechta

Pikant: Menschenknochenflöte aus dem 13. Jahrhundert

Zwei Knochenflöten aus dem 13. Jahrhundert

Knochenflöte der frühen Neuzeit aus Rothenburg

Zusatzartikel, etwas ot:

Gefäßflöten aus Brunn am Gebirge, eigentlich neolithisch, aber mit Absatz zu mittelalterlichen Gefäßflöten

Frühgeschichtliche Knochenflöten aus Österreich

 

Bevor ihr fragt: Nein, gespielt wird jetzt noch nicht, ich üb jetzt erst noch ein bissl die für mich neue Griffweise und dann gehts los 🙂

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