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Wer wir sind

Der im Frühjahr 2011 gegründete Verein „Wienische Hantwërcliute 1350“ legt sein Hauptaugenmerk auf die Vermittlung und Repräsentation von mittelalterlicher Lebens- und Handwerkskultur. Unser Schwerpunkt liegt auf einer regionalen Darstellung Wiener Handwerker und Bürger um 1350, just nach dem Abklingen der ersten großen Pestwelle in Mitteleuropa, einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und aufstrebendem Bürgertum im Kampf um Einfluss in der mittelalterlichen Stadt.

Der Verein besteht augenblicklich aus drei Personen. Zusätzlich kam es seit gut einem Jahr durch den intensiven Austausch mit anderen 14. Jahrhundertlern in Wien und Umgebung zur Gründung einer aktuell dreizehnköpfigen Interessensgemeinschaft “14. Jahrhundert in Wien”, welche sich durch häufige Treffen zum Recherchieren, Austauschen und Dokumentieren sowie Kooperationen in der Teilnahme an Veranstaltungen und Belebungen in Österreich und im Ausland auszeichnet.

Seit Gründung unserer Gruppe hat sich herausgestellt, dass neben der handwerklichen Tätigkeit und dem Erwerb neuer Techniken, das wissenschaftliche Arbeiten einen sehr hohen Stellenwert und für uns essentielle Bedeutung einnimmt. In diesem Zusammenhang ist uns eine möglichst intensive Auseinandersetzung mit der regionalen, d.h. Wiener, Alltags- und Sachkultur wichtig, und wir sind bemüht, entsprechende Fundstücke auch in Zusammenarbeit mit Handwerkern, Wissenschaftlern bzw. Museen korrekt zu replizieren, um normalerweise hinter Vitrinen versperrte, oder in Depoten unzugängliche Fundstücke auch dem normalen Bürger “be-greifbar” zu machen.

Unser Wissen ziehen wir aus dem intensiven Studium von wissenschaftlichen Publikationen und Primärquellen zur Wiener Stadt- bzw. österreichischen Landesgeschichte. Dort wo die österreichischen Quellen fehlen, versuchen wir anhand zeitgenössischen Bildquellen bzw. zeitgleichen Funden aus anderen Gegenden Europas, welche Österreich durch Handel, Politik, etc. im 14. Jh. stark beeinflusst haben, hypothetische Rekonstruktionen zu erarbeiten (besonders Italien, böhmischer Raum, Süddeutschland; z. Teil auch Frankreich, England, Spanien, Niederlande). Eine Kombination aus mehreren unterschiedlichen Quelltypen ist uns sehr wichtig, so dass unsere Realien und unsere Kleidung wenn möglich durch Bild, Fund und Text belegbar sind.

Wir haben unseren persönlichen Authentizitätsanspruch aufgrund des für uns selbst gewählten Bildungsauftrags mit Absicht sehr hoch gesetzt, um ein korrektes Bild der Geschichte unserer gewählten Zeit und Region zu vermitteln. Dass uns wie jedem im Erreichen dieses Ziels trotzdem Grenzen gesetzt sind – in Material, finanziellen Mitteln, Quellenlage, Zeit, örtliche Möglichkeiten – ist uns bewusst, wir versuchen uns jedoch dem Ideal nach bestem Wissen und Gewissen so weit als möglich anzunähern; ganz nach dem Motto: “Ganz oder garnicht!”