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Blog

Strumpfbänder

16.10.2015 von Rotschopf in Kleidung, Textilverarbeitung

Eigentlich hatte ich ja zwei hervorragende lederne Strumpfbänder mit Schnalle besessen, aber diese sind wohl irgend einer Veranstaltung zum Opfer gefallen, denn irgendwann waren sie spurlos verschwunden.

Also mussten neue her. Diesmal aus Wolle.

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Paternoster

15.10.2015 von Rotschopf in Kleidung, Knochen, Realien

Weil mir bereits vor geraumer Zeit  mein Paternoster abhanden gekommen ist (das kommt davon wenn man leicht alkoholisiert und mit Kopfhörern Metal auf voller Lautstärke hörend Ubahn fährt und dabei nicht merkt, wie sich schön eine Perle nach der andern vom Gürtel vertschüsst…), brauchte ich dringend was neues.

Dann hatte ich in Purgstall diese hervorragenden Korallenperlen entdeckt, aus denen sich sogar 50 Ave Maria und 6 Vater unser Perlen ausgingen.

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Spießblöcke

01.10.2015 von Rotschopf in Hafnerei, Historisches Kochen, Realien

Vorweg: Dies ist ein Bericht über ein misslungenes Experiment.

Für unsere Burgbelebung der Bachritterburg Kanzach wollten wir Grillhuhn. Und weil sich so ein köstliches Grillhühnchen nicht in der Pfanne machen lässt, brauchten wir eine Rost-Vorrichtung, mit der wir über der offenen Feuerstelle der Burg arbeiten konnten.

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Knochenflöte

13.05.2015 von Rotschopf in Knochen, Realien

Als ich noch ein Gromi war und auf Festen unterwegs, da hatte ich immer meine Flöten mit dabei. Ich hab ja seit ich 6 war bis zum zarten Alter von 22 regelmäßig Stunden genommen und war – das sag ich jetzt ohne Hochmut – eine nicht ganz unbegabte Musikerin. Dass die Pläne meines Lehrers – ich solle doch am Konservatorium lernen – nicht aufgingen, lag hauptsächlich daran, dass ich ein furchtbar fauler Schüler war.
Das Spielen hat mir auch immer Spaß gemacht, aber mit der Recherche kommt die Erkenntnis, dass meine barocken Flötenmodelle leider nicht verwendbar sind und dann wars im Hobby relativ schnell vorbei damit.

Kürzlich lag mir dann mein Vereinskollege  Nikolaus in den Ohren, jemand müsse doch auch mal für musikalische Unterhaltung sorgen auf den Veranstaltungen (und ich Großmaul hatte schon mit meiner Musikalität geprahlt und bin da das willige Opfer). Da mein Geldbeutel derzeit klein und meine Darstellung einfach ist, wollte ich etwas, einfaches, hirtisches, schlichtes.

Auftritt: die Knochenflöte.

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Anlässlich des „Straw hat month“ April hab ich mich wieder an ein liegengebliebenes Projekt gesetzt, den Strohhut in der Technik der Lengbergfunde. Den hatte ich eigentlich im August schon auf der Bachritterburg begonnen. Da ich kürzlich für eine andere Darstellung von mir mit Hüten aus Strohborten experimentiert hatte, hatte ich noch sehr viel Material übrig.

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DSC_0707_2883Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, habe ich mir für dieses Jahr ein stilltaugliches Kleid genähtwelches gottseidankauch trotz definitiv größerer Brustweite als beim Zuschneiden im Herbst noch gut passt.

Einzig die Ärmel werde ich wohl nochmals neu nähen müssen, da die schon vorher eng waren, jetzt aber irgendwie unangenehm sind, aber gut, das ist weiters kein großes Drama!

Heute kamen wir endlich dazu das Kleid jedoch dem eigentlichen Zweck hin auf Praktikabilität zu untersuchen. Als Unterkleid diente eines meiner alten Unterkleider, welches mittig einen Schlitz bis knapp unter der Brust bekam.

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Über das Handwerk

09.03.2015 von Rotschopf in Fun, Handwerk

Weil ich mich gerade wieder mal etwas mehr in die Malerei einlese für eine andere Zeitstellung, möchte ich euch eine Weisheit hierlassen von Cennino Cennini, einem Künstler aus Italien zur Jahrhundertwende zum 15. Jahrhundert, der in seinem Grundlagenwerk der künstlerischen Techniken, dem „Libro de l’Arte“ um 1400 schreibt:

„Most people make a practice of embellishing a wall with golden tin, because it is less costly. But I give you this urgent advice, to make an effort always to embellish with fine gold, and with good colors, especially in the figure of Our Lady. And if you wish to reply that a poor person cannot make the outlay, I answer that if you do your work well, and spend time on your jobs, and good colors, you will get such a reputation that a wealthy person will come to compensate you for the poor one; and your standing will be so good for using good colors that if a master is getting one ducat for a figure, you will be offered two; and you will end by gaining your ambition. As the old saying goes, good work, good pay. And even if you were not adequately paid, God and Our Lady will reward you for it, body and soul.“

(aus einer englischen Übersetzung von Daniel v. Thompson, das Original ist in italienisch)

 

Ein wahres Wort, arbeite gut und die guten Kunden kommen von selbst. Lässt sich doch auch schön auf das Reenactment an sich übertragen :-)

Wollte nur mal Freude teilen :-)

Ich hatte euch ja vor einiger Zeit eine Sichel und eine Hippe gezeigt, die ich für das Schneiden von Naturmaterialien besorgt hatte. Nun, mein Dealer des Vertrauens hat natürlich nicht nur solche Dinge, sondern auch andere Ausstattung aus bäuerlichen Haushalten des letzten Jahrhunderts wie Mollen, Hechel, Bohrer, Dechseln, Wollkämme, Butterfässer usw, die teilweise noch 1:1 so sind wie in Funden des Mittelalters oder auf entsprechenden Abbildungen.

Als ich neulich vorbei schaute, hatte er eine neue Hippe (Braxe/Rebmesser) auf dem Tresen liegen… (mehr …)

Kruselerpüppchen

12.10.2014 von Rotschopf in Malerei, Realien

Auf den Bachrittertagen hatte ich bei Anna Axtmann (alias die Hafnerin) eine ganz entzückende kleine Kruselerpuppe erworben. Ich glaube das Original war aus Nürnberg, sehr ähnliche Modelle sieht man aber auch an anderen Fundorten. Siehe hier und hier.

Ein paar ganz hübsche Exemplare hab ich auch neulich im Archäologischen Landesmuseum Konstanz gesehn.

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Auf zahlreichen dieser Püppchen wurden Farbspuren gefunden…

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Weil wir ja wie alle anderen auch nicht auf die Welt gekommen sind mit einer fix fertigen Darstellung, sind wir ständig im Training, um unsere Handwerkstechniken und Produkte zu verbessern und neues dazuzulernen. Und auch diese Prozesse wollen wir auf dem Blog haben, sie sind ja ein wichtiger und Zeitintensiver Teil unserer Arbeit als Darsteller.

Heute hab ich nur ein schnelles Bild für euch von meinen ersten Musterstrickversuchen. Man sieht vielleicht, ich plag mich noch.

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