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Schon seit längerem bin ich mit meinem alten, noch aus Wollstoff gefertigten Almosenbeutel nicht mehr besonders glücklich, gibt es doch so viele wunderschöne Seidenalmosenbeutel da draussen. Und die Färbeergebnisse mit Kreuzdornbeere auf Seide hatten es mir gestern einfach zu angetan, um widerstehen zu können!

Also entstand ein Seidenbeutelchen (außen grün mit Kreuzdornbeere-Waid, Innefutter nur gelb mit Kreuzdornbeere gefärbt) mit Nestelbändern und Quasten aus Seidengarn (ebenfalls Kreuzdornbeere). Genäht wurde der Beutel ebenfalls mit entsprechendem Seidengarn.

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Jetzt wo Firiel ja immer so viel Seide färbt in allen Farben des Regenbogens, rückt bei uns das Seidenthema noch ein bisschen mehr in den Vordergrund. Dazu überlegen wir ja schon länger, wie wir am Besten Kilometer von Seidenfaden von den Kokons abspulen (ein Kokon kann bis zu 2 km Faden beinhalten). Eine Haspel mit Aufhängung und Kurbel musste her, die die Handgelenke schont, denn die Seidenfäden, die um ein vieles dünner als Haare und ein hundertfaches länger als selbige sind, kann man nur bei guter Kondition und mit viel übriger Zeit und Geduld per Hand abwickeln.

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Eigentlich sollte ich mich schämen, dass ich solange an diesem Projekt herumlaboriert habe… Immerhin habe ich den Stoff damals in Hartberg, also vor ca. einem 3/4 Jahr bereits in einem hellen krapprot gefärbt gehabt – und der Großteil war bereits im Januar verarbeitet. Aber ihr kennt das sicher: Versäubern ist ein nervenaufreibendes Geduldsspiel ;)

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Wie ihr ja wisst, waren wir in Carnuntum hin und weg von dem mit Reseda-Waid wunderschön grün gefärbten Seidengarn. Endeffekt: statt für eine  Garn zu färben, waren es plötzlich 4 Leute (d.h. 3 + ich) die unbedingt dahingehend ein Inventar zum Sticken, Nesteln, Präsentieren etc. aufbauen wollten – mit dem Nebeneffekt, ich bin nun endgültig im Färberausch!

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Unter diesem Titel hat Christina S. aka „Sola“, wie sie vielleicht mancher in mittelalter-einschlägigen Plattformen kennt, nun ihren neuen Blog gestartet!

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Gerade im 14. Jh. häufen sich zeitgenössische Abbildungen zu Schürzen, beispielsweise im Lutrellpsalter am Beispiel einer Dame mit an der Hüfte gebundener Schürze beim Füttern von Hühnern; aber auch Handwerker, wie bsp. Schmiede, tragen zunehmend Schürzen.

Heutzutage dienten die Schürzen per sé der Sauberkeit/Hygiene, und sollen die Kleidung vor Schmutz schützen. Dieser Gedanke ist jedoch – anders als man vielleicht anzunehmen vermag, eher moderner Abstammung.

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Niko hat uns heute den Tag versüßt: Mit Bildern unseres neuen Wäschebleuels aus Buchenholz.

Zur Rekonstruktion hielten wir uns an Abbildungen des Spätmittelalters zum Thema Wäsche waschen, sowie an Vergleichsobjekte aus dem bäuerlichen Umfeld Österreichs des 18./19. Jh.

Ergänzend gibt es auch noch einen Fund aus Schleswig.

Heute möchten wir euch ein wenig die Thematik des „Wäsche waschens“ im 14.-15. Jh. näherbringen, wobei zu erwähnen ist, dass sich das Wäsche waschen bis ins 20. Jh. hinein nur minimal vom mittelalterlichen Vorgang unterschied.

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Heute ging es mal wieder in üblicher produktiver Manier weiter. Schauplatz Nikos Garten. Ja, es wurde wie ihr vielleicht schon erkannt habt, eifrig gefärbt, mal wieder mit Färberwaid – es ist einfach ein zu schöner Farbton!!!

„Opfer“ unserer Färbewut wurden diesmal mehrere Meter Seidenstoff – ein Großteil wird demnächst mit Reseda zu grün gefärbt – sowie Leder und… Knochenperlen!

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Gerade für eine Darstellung die ab der Mitte des 14. Jhdts angesiedelt ist, braucht man Stoffknöpfe, um die immer enger werdende Kleidung noch anziehen zu können. Das Besondere an diesen Stoffknöpfen ist, dass sie keine Füllung haben, sondern „mit sich selbst“ gefüllt werden. Das möchte ich heute erklären.

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