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Auf unserer Veranstaltung im Museum Tiroler Bauernhöfe am letzten Wochenende durfte ich auch einen Vortrag halten über Haarpflege und Frisuren, diesen habe ich nun zu digitalem Papier gebracht, damit ich auch für die Zukunft öfter mal hierauf verweisen kann.

Bitte klickt unbedingt die Links im Text an, um zu weiterführenden Artikeln, den begleitenden Bildquellen und interessanten Anleitungen zu kommen.

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Stirnband

01.08.2016 von Rotschopf in Kleidung, Textilverarbeitung

Nur eine Kleinigkeit heute, ich hab mich im Brettchenweben versucht und etwas nützliches aus meinem ersten, noch etwas wackeligen Stück gemacht. (mehr …)

Eigentlich war mein Plan ja ein ganz andrer. Nämlich ein normales Haarnetz für einen Mann zu machen. Vorbild war mir das Haarnetz aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, das dort als Männerhaarnetz eingeordnet worden war. Es hatte mit einem Scherz begonnen („Höhö, ein Männerhaarnetz, ich knüpfs, wenn dus aufsetzt!“ „Passt.“) und wurde dann bitterer Ernst. Karl, mein IG14-Kollege hatte  extra sein Haupthaar gezüchtet, damit wir das ausprobieren konnten.

Auf Nachfrage teilte man mir allerdings von Seiten des Museums mit, aufgrund eines Hochwassers in der Elisabethkirche vor der Aushebung des Landgrafengrabs, könne man nicht davon ausgehen, dass dieses Haarnetz explizit ein Männerhaarnetz ist, was auch in neueren Publikationen bereits so dargestellt wird. Aber die Haare sind da und wollen gebändigt werden!

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Ich tu jetzt einfach mal so, als würdet ihr nicht bereits seit Februar auf den letzten Teil meiner Serie warten (der Rock) und schiebe hier einen Teil ein, der eigentlich gar nicht vorgesehen war, den ich aber einfach mal schnell eingeschoben hab, weil ich ein paar Stunden frei hatte, andere Projekte aus verschiedenen Gründen „on hold“ sind und ein Projekt brauchte, das schnell und einfach zu Ende zu bringen ist.

Aus Stoffresten habe ich für meinen Mann noch eine schnelle Gugel eingebaut.

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Ein weiteres unserer vollständigen Ensembles könnt ihr hier sehen. Das Arbeitsgewand einer einfachen Frau (Färberin) um 1340-50 in Wien.

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Gib des Band’l in de Hoar

31.03.2016 von Rotschopf in Kleidung

Für ein bevorstehendes Projekt habe ich noch unbedingt hübsche, schmale Haarbänder gebraucht, die man in die Haare flechten kann und notfalls sogar mit dicken Nadeln durch Frisuren ziehen kann.

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Seidenstickerin/Bürgerin um 1340-50

29.03.2016 von Rotschopf in Kleidung

Wir möchten hier das Ensemble einer Bürgerin (Seidenstickerin) um 1340-1350 vorstellen. Das Ensemble ist für die Zeit eher konservativ gehalten, zeigt jedoch durch Stofffülle und modische Musterung den finanziellen Wohlstand der Dame an.

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Hier sieht man:

Rock:
aus mit Krapp pflanzengefärbter Wolle in 1/2er Köperbindung, handgenäht mit Messingnadel nach den Londonfunden und krapprotem Wollgarn. Nach diversen Abbildungen aus Österreich und Deutschland um 1340-50, zugeschnitten nach Vorbild der Herjolfsnesfunde, schlicht und ungeknöpft, den Dekoltébereich ziert ein Fürspan aus Messing. (mehr …)

Fäustlinge

17.02.2016 von Rotschopf in Kleidung

Wie ich schon erwähnte, erweitere ich gerade meine Winterausstattung. Was ich schon lange wollte, war ein Paar Fäustlinge, die warm halten, aber auch ein bisschen die Feuchtigkeit draußen halten.

Funde von Fäustlingen gibt es ja so einige:
Skandinavien um 1300
Schweden im Spätmittelalter
Und noch mal Schweden
Und noch mal, 14tes
verdammte, fundverwöhnte Nordländer
fingerlose

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Bürgerin um 1350-1360

15.02.2016 von Rotschopf in Kleidung

Hier möchten wir eine Alltags-Komplettausstattung für die Frau eines gutgestellten Handwerkers bzw einer Bürgerin um 1350-60 in Wien zeigen.

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Hier sieht man:

Rock:
aus mit Rotholz Pflanzengefärbter Wolle in 1/2er Köper-Bindung sowie Waidgefärbter Seide für die Beläge nach diversen Abbildungen aus Österreich und Deutschland um 1350-60, zugeschnitten nach Vorbild des Moy Bog Garment, 22 Knöpfe nach Technik der Londonfunde, genäht mit passendem Wollfaden aus der gleichen Färbung und Messingnadel nach Funden aus London. Mehr dazu hier und auch hier

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Ein Suckl für den Winter

08.02.2016 von Rotschopf in Kleidung

Weil wir im März ein kleines privates Wochenende für die IG14 auf der Bachritterburg Kanzach veranstalten, musste ich dringend meine Ausrüstung überdenken, die bis jetzt noch nicht großartig für kalte Tage ausgestattet war.

Was schon lange benötigt wurde, ist ein schlichtes Überkleid ohne viel Schnickschnack, das als Lage über meinem Rock dienen soll. Langärmelig und möglichst bequem und bitte billig, weil ich das so gut wie nie tragen werde. (mehr …)