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Wenn ihr euch einen mittelalterlichen Menschen vorstellt, was seht ihr da? Verfaulte Zähne? Fettige Haare? Dreckige, pickelige Haut? Haarige Achseln und Schweißgeruch?

Für manch einen mag das gestimmt haben. Ja, für manch einen stimmt das heute noch. Aber dass es anders geht und gemacht wurde, das beweisen uns mittelalterliche Quellen immer wieder. Der mittelalterliche Mensch wusste und konnte schon weit mehr, als wir ihm heute zutrauen.

In diesem Artikel möchte ich einige Aspekte der (weiblichen) Körperpflege und Kosmetik ansprechen, wie sie in mittelalterlichen Quellen (vor allem den Trotula) dargestellt werden.

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Die letzten Arbeitsschritte vor Ende der Wintersaison laufen. Für unsere erste Veranstaltung Anfang April brauchte ich dringend noch ein ärmelloses Unterkleid/Badekleid. Ich hatte an sich schon eins, aber noch aus meinen Marktzeiten, wo ich noch in Zubern rumhing, aus Baumwolle und eigentlich viel zu kurz.

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Funde von Damen-Kopfbedeckungen

19.10.2016 von Rotschopf in Kleidung

Agnes Schleier aus Klosterneuburg

Agnes Schleier

Burgos Schleierfunde (Kruseler)

Royal Grave Clothing of central Bohehmia 14th century – Kruseler

Birgittahaube

St. Birgitta’s Huva (Cap)

Friesacher Goldhaube

Schleier und Haarnetz der Dona Teresa Gil    und von oben

Schleier der Lucia von Syracus:

Extant Hat of Hemma from Gurk, Austria and in a picture

Die Funde im Augustinerkloster in Freiburg enthalten mehrere seidene Schleiergewebe (13.-14. Jahrhundert).

Nun läuft unser Jüngster bereits eifrig, weshalb es nun an der Zeit wäre, eine Übersicht über seine Ausstattung zu machen …

 

  • 1. Lebensjahr:

Den historischen Quellen zufolge werden Babys im 1. Lebensjahr als gepuckte Säuglinge dargestellt. Pucken konnte alle (mehr …)

Ich hatte ja bereits hier und hier schon einmal genaueren Einblick in den Herrenrock des einfachen Mannes in der ersten Hälfte des 14ten Jahrhunderts gegeben. Nun hab ich einen weiteren fertig für meinen Mann.

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Auf unserer Veranstaltung im Museum Tiroler Bauernhöfe am letzten Wochenende durfte ich auch einen Vortrag halten über Haarpflege und Frisuren, diesen habe ich nun zu digitalem Papier gebracht, damit ich auch für die Zukunft öfter mal hierauf verweisen kann.

Bitte klickt unbedingt die Links im Text an, um zu weiterführenden Artikeln, den begleitenden Bildquellen und interessanten Anleitungen zu kommen.

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Stirnband

01.08.2016 von Rotschopf in Kleidung, Textilverarbeitung

Nur eine Kleinigkeit heute, ich hab mich im Brettchenweben versucht und etwas nützliches aus meinem ersten, noch etwas wackeligen Stück gemacht. (mehr …)

Eigentlich war mein Plan ja ein ganz andrer. Nämlich ein normales Haarnetz für einen Mann zu machen. Vorbild war mir das Haarnetz aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, das dort als Männerhaarnetz eingeordnet worden war. Es hatte mit einem Scherz begonnen („Höhö, ein Männerhaarnetz, ich knüpfs, wenn dus aufsetzt!“ „Passt.“) und wurde dann bitterer Ernst. Karl, mein IG14-Kollege hatte  extra sein Haupthaar gezüchtet, damit wir das ausprobieren konnten.

Auf Nachfrage teilte man mir allerdings von Seiten des Museums mit, aufgrund eines Hochwassers in der Elisabethkirche vor der Aushebung des Landgrafengrabs, könne man nicht davon ausgehen, dass dieses Haarnetz explizit ein Männerhaarnetz ist, was auch in neueren Publikationen bereits so dargestellt wird. Aber die Haare sind da und wollen gebändigt werden!

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Ich tu jetzt einfach mal so, als würdet ihr nicht bereits seit Februar auf den letzten Teil meiner Serie warten (der Rock) und schiebe hier einen Teil ein, der eigentlich gar nicht vorgesehen war, den ich aber einfach mal schnell eingeschoben hab, weil ich ein paar Stunden frei hatte, andere Projekte aus verschiedenen Gründen „on hold“ sind und ein Projekt brauchte, das schnell und einfach zu Ende zu bringen ist.

Aus Stoffresten habe ich für meinen Mann noch eine schnelle Gugel eingebaut.

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Ein weiteres unserer vollständigen Ensembles könnt ihr hier sehen. Das Arbeitsgewand einer einfachen Frau (Färberin) um 1340-50 in Wien.

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