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So, ähem, ähem, jetzt hab ichs aber ordentlich lang schleifen lassen, dabei ist die Klamotte längst fertig….

Die Suche nach dem Herrenpfait auf Abbildungen in und vor unserer Zeit und vor allem unserer Region war gar nicht mal so einfach wie ich gedacht hatte. Tatsächlich gibt es zwar einige Abbildungen, auf denen das Pfait unter dem Rock hervorlugt, aber auf kaum einem sieht man mehr als einen dünnen Streifen Stoff.

Folgende Abbildungen hab ich mir dazu notiert: (mehr …)

Handwerkerfrau um 1350

02.02.2016 von Rotschopf in Kleidung

Hier möchten wir eine Alltags- und Sonntags-Komplettausstattung für die Frau eines Handwerkers bzw einer Handwerkerin um 1350 in Wien zeigen.

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Hier sieht man:

Rock:
aus mit Waid Pflanzengefärbter Wolle in 1/2er Köper-Bindung nach diversen Abbildungen aus Österreich und Deutschland um 1350 (mehr …)

Zierschürze in English Smok Technik

06.01.2016 von Rotschopf in Kleidung

Ich hatte euch vor Kurzem ja schon meine erste Zierschürze gezeigt. Diese ist in herkömmlicher Waben-Smoktechnik gefertigt. Damit entspricht sie ziemlich gut dieser Abbildung hier aus dem Luttrell Psalter.

Allerdings kann man dort  hier  und hier und hier und hier oder auch in der Holkham Bible noch hier und hier Varianten dieser Schürzen sehen, bei denen man ausgefeilte Muster erkennen kann, die nicht durch Waben-Smok entstehen können. Gleichzeitig kann man aber eine Raffung direkt unterhalb der Musterung sehen. Das erinnerte mich natürlich an englischen Smok, wie er in Leinenwäsche des frühen 16ten Jahrhunderts verwendet wird.

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Strumpfbänder

16.10.2015 von Rotschopf in Kleidung, Textilverarbeitung

Eigentlich hatte ich ja zwei hervorragende lederne Strumpfbänder mit Schnalle besessen, aber diese sind wohl irgend einer Veranstaltung zum Opfer gefallen, denn irgendwann waren sie spurlos verschwunden.

Also mussten neue her. Diesmal aus Wolle.

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Paternoster

15.10.2015 von Rotschopf in Kleidung, Knochen, Realien

Weil mir bereits vor geraumer Zeit  mein Paternoster abhanden gekommen ist (das kommt davon wenn man leicht alkoholisiert und mit Kopfhörern Metal auf voller Lautstärke hörend Ubahn fährt und dabei nicht merkt, wie sich schön eine Perle nach der andern vom Gürtel vertschüsst…), brauchte ich dringend was neues.

Dann hatte ich in Purgstall diese hervorragenden Korallenperlen entdeckt, aus denen sich sogar 50 Ave Maria und 6 Vater unser Perlen ausgingen.

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Magd/Bäuerin um 1350

11.08.2015 von Rotschopf in Kleidung

Ich möchte euch hier einmal eine einfache Damen-Komplettausstattung für eine Magd oder Bäuerin in der ersten Hälfte des 14ten Jahrhunderts samt Kostenpunkten zeigen, um Einsteigern ein bisschen Inspiration zu geben und mal so aufzulisten, was es wirklich kostet, in die Qualitätsdarstellung einzusteigen.

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Hier sieht man:

Rock:
aus naturbrauner Wolle in 1/2er Köper-Bindung nach diversen Abbildungen aus Österreich und Deutschland um 1350, zugeschnitten nach Vorbild der Herjolfsnesfunde, genäht mit naturbraunem Wollfaden und Messingnadel nach Funden aus London. Mehr dazu hier
Kostenpunkt liegt bei ca 100-120 EUR für 5 Meter naturfarbenen Stoff (bei schlanken und kleinen Menschen sicher weniger nötig). Gekauft bei Naturtuche damals noch, geht mit Suchen sicher auch noch mal günstiger. Beim Färbehof ist ein leichter Wollköper in kräftiger Pflanzenfärbung übrigens schon ab 35 EUR der Meter zu haben! (mehr …)

Für die Hosen/Beinlinge habe ich noch einen tollen von Firiel Reseda-Eisensulfat gefärbten Maigrünen Wollköper übrig gehabt, der dafür herhalten musste. Gerade noch genug, wie sich danach heraus stellte. (Man erkennt die wirklich leuchtende Farbe leider nicht gut auf den Fotos)

Für die Rekonstruktion habe ich eine ganze Latte an Funden und Abbildungen heran gezogen, aus denen ich mir dann eine Art guten Durchschnitt gezogen habe.

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Anlässlich des „Straw hat month“ April hab ich mich wieder an ein liegengebliebenes Projekt gesetzt, den Strohhut in der Technik der Lengbergfunde. Den hatte ich eigentlich im August schon auf der Bachritterburg begonnen. Da ich kürzlich für eine andere Darstellung von mir mit Hüten aus Strohborten experimentiert hatte, hatte ich noch sehr viel Material übrig.

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Lange haben wir die Männer da draussen „diskriminiert“, wie wir heute von einem lieben Bekannten angeklagt wurden, da wir ihnen unseren Videomitschnitt zum damaligen Modul zur Mode der Männer um 1350 auf der Burg Liechtenstein vom 7. Juni 2014 „vorenthalten“ haben.

Gut, ich hab mich an der Nase gepackt, und habe die paar Stunden Ruhepause während Babys Schlaf genützt, um endlich das langausständige Video zusammenzuschneiden.

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DSC_0707_2883Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, habe ich mir für dieses Jahr ein stilltaugliches Kleid genähtwelches gottseidankauch trotz definitiv größerer Brustweite als beim Zuschneiden im Herbst noch gut passt.

Einzig die Ärmel werde ich wohl nochmals neu nähen müssen, da die schon vorher eng waren, jetzt aber irgendwie unangenehm sind, aber gut, das ist weiters kein großes Drama!

Heute kamen wir endlich dazu das Kleid jedoch dem eigentlichen Zweck hin auf Praktikabilität zu untersuchen. Als Unterkleid diente eines meiner alten Unterkleider, welches mittig einen Schlitz bis knapp unter der Brust bekam.

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