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Im Zuge unseres Italienurlaubes verbrachten mein Mann und ich zwei Tage in Padua. Die Stadt ist für jeden Mittelalterbegeisterten, v.a. des 14. Jh., einen Besuch wert – die Menge an einzigartigen Fresken ist unglaublich! Der einzige Nachteil: fast alle damit geschmückte Kirchen haben ein striktes Fotoverbot. Einziger Wermutstropfen: die günstigen und schön gestalteten Bildbände, die es in jeder Location zu kaufen gibt.

Eine seltene Ausnahme stellte der „Palazzo della Ragione“ dar. Dieser Palast wurde im 14. Jh. von Giotto komplett ausgemalt – nur um wenige Jahrzehnte danach im Rahmen eines Brandes ziemlich in Mitleidenschaft gezogen zu werden (*damn*). Im Folge des Wiederaufbaus wurde der Palast zwischen 1425 und 1440 neu ausgemalt. Die Fresken sind somit zwar für unsere Zeitstellung nicht mehr unbedingt als Quelle brauchbar, die Dimensionen des Raums und die Thematik der verschiedenen Zünfte und Handwerke der Stadt stellen jedoch eine wunderschöne Sammlung an für ein Handwerk benötigte Objekte bzw. Abläufe dar.

Ich habe versucht möglichst alle Bilder des riesigen Raums zu fotografieren, die Handwerksrelevanten zusätzlich noch im Detail. Da jedoch Blitzverbot war und die Spiegelreflex nach ca. 300 Fotos auch nicht mehr leicht in der Hand liegt, sind die Aufnahmen halt ab und an verwackelt ;)

Viel Spaß beim Durchklicken der Galerie!

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Weil unlängst wieder an diversen Orten über dieses Thema gesprochen wurde, hab ich mich mal eine Sammlung, die ich schon länger betreibe mit Bezeichnungen versehen und und ein paar Sachen zusammengestellt zur Inspiration, zum Amüsement oder sonstigen Verwendungszwecken. Wird laufend erweitert!

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Neben der Kirche St. Othmar findet sich in Mödling die Pantaleonskapelle bzw. der Karner aus der Zeit um 1200 (bzw. erfolgte ein Neubau um 1252). Die erste urkundliche Erwähnung scheint 1346 auf. Dieses Gebäude ist nicht nur das älteste erhaltene Bauwerk Mödlings, sondern in seinem Inneren befinden sich auch einige teils noch relativ gut erhaltene, gotische Fresken aus der Mitte des 13. bis beginnenden 14. Jh., welche die Anbetung der Könige, die Kreuzigung sowie das jüngste Gericht zeigen.

Da wir an diesem Wochenende Tanja, Thomas, Bernhard, Anna & Nini, welche allesamt mit den Dreynschlägern unterwegs waren, auf dem kleinen Mödlinger Mittelaltermarkt besuchten, nützten wir die durch die Dreynies ermöglichte Gelegenheit (Danke nochmals für die kleine Intervention beim Techniker ;) ) beim Schopfe, um auch in das Innere des Karners zu kommen – dieser ist normalerweise versperrt, wird aber auf Nachfrage geöffnet werden.

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Vor einigen Wochen haben wir eine Ankündigung zu einem Vortrag vergangenen Mittwoch rund um den Wr. Neustädter Schatzfund gepostet. Da dieser hier in Wien stattfand, gab es für uns natürlich keine Ausrede, diesem nicht beizuwohnen – eine Entscheidung die sich als absolut richtig herausstellte.

Organisiert von dem Verein „Freunde Carnuntums“, hielt der mit der Aufarbeitung des Wr. Neustädter  Schatzfundes beauftrachte Archäologe Mag. Nikolaus Hofer vom BDA, einen ca. 1stündigen Vortrag unter dem Titel “Der Spätmittelalterliche Schatzfund von Wiener Neustadt”, in welchem er einen detaillierteren Überblick über das Fundgut gab, als bisher von den Medien präsentiert.

Nachfolgend ein kleiner Einblick in unsere Mitschriften, auch wenn wir natürlich kein aktuelleres Bildmaterial als das der Medien bzw. von der Ende April 2011 stattgefundenem Informationsvortrag des BDA  dazu bieten können! Sofern vorhanden, habe ich versucht entsprechende Bildbeispiele direkt bei den entsprechenden Gruppen zu verlinken!

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Obwohl das an der von Wien nach Mariazell führenden Via Sacra gelegene vom Babenbergerherzog Leopold VI., dem Glorreichen, gegründete Zisterziensterstift Lilienfeld bereits im 13./14. Jh. von herausragender Bedeutung war, haben sich nur wenige mittelalterliche Kunstschätze, wie beispielsweise die berühmte Concordantiae caritatis (um 1350) von Abt Ulrich von Lilienfeld, über die Jahrhunderte erhalten.

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Auf einer Anhöhe gelegen, sieht man die gotische Wallfahrtskirche Maria Straßengel bereits von einiger Distanz aus.  Spätestens seit Beginn des 13. Jh. (vermutlich jedoch bereits etwa um die Mitte des 12. Jh.) existierte eine Kapelle an der Stelle der heutigen Kirche, der Grundstein zum Kirchenbau selbst wurde am 8. Dezember 1346 gelegt, 1355 war der Bau bereits so weit fortgeschritten, das er geweiht werden konnte. Herzog Rudolf IV stiftete am 9. März 1365 das Ewige Licht sowie eine Ewige Messe für den Gnadenaltar – dese Geste wird heute mit der Vollendung des Ostturms in Verbindung gebracht. 1366 waren die Bauarbeiten vermutlich abgeschlossen, im 15. Jh. sowie im Barock wurde der Bau erweitert bzw. ausgebaut.

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Am Rückweg unseres Kultururlaubes machten Rotschopf und ich einen kurzen Zwischenstopp in der gotischen Judenburger Magdalenakirche.

Um 1350 herum wurde der gotische Bau begonnen und der Innenraum wurde vom „Meister Franziskus von Judenburg“ mit Wandmalereien, aus dem Zeitraum von 1370-90, versehen, welche einer einzigen Ausstattungsphase entstammen. Der Maler, einem von Werken des Vitale da Bologna und des Tommaso da Modena geprägt, ist nicht nur für die Ausmalung der Magdalenakirche verantwortlich, sondern es finden sich auch Fresken aus seiner Werkstatt, im Gebiet seines Tätigkeitsfeldes Murtal, an der Gösser Stiftskirche, der Grazer Leechkirche (um 1370), in der Stadtpfarrkirche von Murau (1377 datiert) und darüber hinaus im Gurker Dom.

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Hier Teil 2 vom Gurker Dom…

Doch zum Einstieg gehen wir ein wenig in die Entstehungszeiten des Doms zurück. Spaziert man von außen um den romanischen Kirchenbau, eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit doppeltürmiger Westfassade, herum, sollte man sich die Zeit nehmen, um sich die einzelnen Sandsteinquader etwas genauer zu betrachten, in welche noch heute erkennbar verschiedenste Steinmetzmarken eingeritzt sind. Diese Markierungen dienten zur Entlohnung der Arbeiter am Ende des Tages.

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Eigentlich ist bereits wieder ein halbes Jahr vergangen, seit Agnes und ich uns im Zuge des Wochenendes in Sachsenburg einen kurzen Kultur-Urlaub in Ktn./Stmk. gegönnt hatten.

Daher also nachträglich viele Bilder, aus dem kulturell traumhaften, im 12. Jh. im hochromanischen Stil erbauten Dom zu Gurk mit seinem dazugehörigen Dom und den unzähligen Fresken aus dem 13.-15. Jh.. Um das ganze übersichtlich zu gestalten – und auch eure Aufnahmefähigkeit bei all den tollen Details nicht überzustrapazieren, werde ich die Bilder auf mehrere Artikel aufteilen!

Der Dom wurde 1174 geweiht, zeitgleich wurden die Gebeine der Hl. Hemma von Gurk, der auch der im Kircheninnenraum liegende „Hemmahut“ (angeblich um 1300 oder 1360 herum – widersprüchliche Aussagen der Literatur!) zugeschrieben wird, in die von 100 Säulen getragene Krypta verlegt. An den Dom angeschlossen liegt das Stift Gurk, das bis 1792 das Domkapitel, und danach verschiedene Orden beherbergt hatte.

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Mitten im Grünen liegt, umgeben von einem Friedhof, die kleine Michaelskirche in Feldkirch-Tisis (Vlbg.). Die Kirche des  ehemalige Haufendorfs, und 1925 in Feldkirch eingemeindete, Tisis wird  erstmals 1218 urkundlich erwähnt, 1442 fand eine Weihe statt.

An der Fassade des Langhauses findet sich ein Fresko des Hl. Georg mit Drachen aus der 2.H. des 14. Jh.; weitere Fresken um 1450 zeigen die Anbetung der Hl. Drei Könige, die Kreuzigung mit Maria und Johannes, sowie die Auferstehung des Christophorus. An der Ostseite der Sakristei sind Freskenreste mit Johannes der Täufer, Maria mit Kind, hl. Michael, Stifterfamilie und Wappen aus dem 16. Jahrhundert.

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