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Wie wir bereits berichtet haben beherbergt der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek aktuell noch bis 3.5. eine Ausstellung zur Geschichte der Uni Wien anlässlich ihres 650jährigem Bestehen. Sie ist damit eine der ältesten Universitäten Europas.

Rotschopf und ich haben vor ca. 2 Wochen die Ausstellung besucht und können für alle Fans des 12.-15. Jh. definitiv eine Empfehlung aussprechen angesichts der sehr schönen Präsentation.

Denn der Hauptfokus liegt ausnahmslos auf dieser Zeitepoche, dh. der inhaltliche Schwerpunkt endet mit dem 16. Jahrhundert. Verschiedene Dokumente und auch einige vereinzelte Realien aus dem universitären Bereich beleuchten die Glanzstunden der Wiener Universität. Nicht nur das Porträts Rudolfs IV. (normalerweise im Domschatz des Stephansdom ausgestellt) wird gezeigt, sondern auch die originale Stiftungsurkunde in dt. und lateinischer Sprache, sowie eine wunderschöne Replik des Grabtuches des Rudolfs IV. (Original ebenfalls im Domschatz von St. Stephan zu besichtigen).

Umrundet wird das ganze mit einer gigantischen Menge an Urkunden zur Universität sowie Handschriften aus dem 10.-16. Jh., der damaligen Zeit entsprechend vorrangig theologischer, medizinischer oder astronomischer Natur.  Einige davon auch aus unserer Zeitstellung und mit netten figürlichen Illustrationen versehen, die auch für uns unbekannt waren (und nun lässt uns das mit der Frage was da wohl noch an „Schätzen“ der Bildkunst auf den nicht sichtbaren Seiten der Wälzer versteckt sein könnte ^^).

Um denjenigen die jedoch nicht die Zeit oder Entfernungsbedingte Möglichkeit haben in der Nationalbibliothek vorbeizusehen haben wir natürlich viele Fotos gemacht. Ihr findet sie HIER.

Auch gibt es einen sehr netten Ausstellungskatalog, Kostenpunkt ca. 40 Euro, mit vielen Großaufnahmen der Urkunden und Bücher, für diejenigen die neugierig auf mehr Informationen sind.

Detailinfos rund um die Ausstellung findet ihr HIER.

Übrigens als kleines Highlight: Für die Besucher gibt es kostenlos A3 Plakate mit einem kompletten farbigem Druck der Stiftungsurkunde zum Mitnehmen in deutsch oder englisch.

 

In diesem Post möchte ich einige Inhalte unserer und anderer Seiten verlinken, mit denen Anfänger im Living History Hobby (mit Schwerpunkt 14. Jahrhundert) ihre Freude haben könnten. Es ist in Wahrheit nur eine Auswahl all der Inhalte, die wir hier für euch anbieten. Aber wir haben hier diejenigen gewählt, die für blutige Anfänger die entscheidenden Tipps geben können.

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Für alle Geschichtsinteressierten Stadtspaziergänger in Wien heißt es schnell sein, um diese Möglichkeit wahrzunehmen:

http://mobil.derstandard.at/2000012562214/Standorte-der-Uni-Wien-mit-Graffiti-getaggt

Anlässlich des 650 Jahr Jubiläums der Uni Wien haben sich StudentInnen etwas besonderes einfallen lassen. Frühere Standorte der Uni Wien wurden mit Kreidespray in ganz Wien sichtbar gemacht und getagged. Davon gibt es auch eine interaktive Karte, damit man sie sich vor Ort anschauen kann. Leider sind die Markierungen regenempfindlich und somit die Aktion nur temporär.

Übrigens steht das gesamte Jahr im Zeichen des Jubiläums mit zahlreichen Sonderveranstaltungen an der Unis.Hier finden sich alle Termine des Jahres: http://kalender.univie.ac.at/

Weiters findet in der Nationalbibliothek Wien von März bis Mai eine Sonderausstellung mit zahlreichen Exponaten vom Mittelalter, wie Buchmalereien und den Stiftungsbriefen Rudolfs IV. aus dem Jahr 1365, bis Neuzeit statt.

Langsam finde ich echt Gefallen an Belegssammlungen zu bestimmten Themen (wie man sie ja zB auch auf larsdatter.com findet, großartige Seite) . Sie sind besonders für Reenactor einfach ne tolle Sache und sie helfen ja auch mir ungemein weiter, wenn man mal was nachschaun will oder jemand etwas schicken will im Netz und natürlich als Schlagkräftige Argumentationshilfen :-)

Diese hier soll sich rund um praktische Kopfbedeckungen für einfache Darstellungen im 14. Jhdt drehen, also Kopftücher, Haarsäcke und Hauben. Sollen wir einfach einsteigen?

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Jeder kennt die recht häufig bei Darstellerinnen sichtbare Trageweise des Fürspans als Brosche auf der Brust, wie man ihn zB hier bei unserer Andrea sieht (geht einem bei dem Lächeln nicht einfach das Herz auf? :-))

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Dazu muss man sagen, dass das Foto aus dem Jahr 2012 stammt. Damals hatte auch ich noch so einen Fürspan als Spange. Kurz darauf stellte uns unser Darstellungskollege und lieber Freund Niko eine seiner kritischen Fragen, die uns schon viele Erkenntnisse brachte: „Gibts für diese Tragweise eigentlich einen Nachweis?“

Uff… erwischt… (mehr …)

Im Zuge unseres Italienurlaubes verbrachten mein Mann und ich zwei Tage in Padua. Die Stadt ist für jeden Mittelalterbegeisterten, v.a. des 14. Jh., einen Besuch wert – die Menge an einzigartigen Fresken ist unglaublich! Der einzige Nachteil: fast alle damit geschmückte Kirchen haben ein striktes Fotoverbot. Einziger Wermutstropfen: die günstigen und schön gestalteten Bildbände, die es in jeder Location zu kaufen gibt.

Eine seltene Ausnahme stellte der „Palazzo della Ragione“ dar. Dieser Palast wurde im 14. Jh. von Giotto komplett ausgemalt – nur um wenige Jahrzehnte danach im Rahmen eines Brandes ziemlich in Mitleidenschaft gezogen zu werden (*damn*). Im Folge des Wiederaufbaus wurde der Palast zwischen 1425 und 1440 neu ausgemalt. Die Fresken sind somit zwar für unsere Zeitstellung nicht mehr unbedingt als Quelle brauchbar, die Dimensionen des Raums und die Thematik der verschiedenen Zünfte und Handwerke der Stadt stellen jedoch eine wunderschöne Sammlung an für ein Handwerk benötigte Objekte bzw. Abläufe dar.

Ich habe versucht möglichst alle Bilder des riesigen Raums zu fotografieren, die Handwerksrelevanten zusätzlich noch im Detail. Da jedoch Blitzverbot war und die Spiegelreflex nach ca. 300 Fotos auch nicht mehr leicht in der Hand liegt, sind die Aufnahmen halt ab und an verwackelt ;)

Viel Spaß beim Durchklicken der Galerie!

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Weil unlängst wieder an diversen Orten über dieses Thema gesprochen wurde, hab ich mich mal eine Sammlung, die ich schon länger betreibe mit Bezeichnungen versehen und und ein paar Sachen zusammengestellt zur Inspiration, zum Amüsement oder sonstigen Verwendungszwecken. Wird laufend erweitert!

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Neben der Kirche St. Othmar findet sich in Mödling die Pantaleonskapelle bzw. der Karner aus der Zeit um 1200 (bzw. erfolgte ein Neubau um 1252). Die erste urkundliche Erwähnung scheint 1346 auf. Dieses Gebäude ist nicht nur das älteste erhaltene Bauwerk Mödlings, sondern in seinem Inneren befinden sich auch einige teils noch relativ gut erhaltene, gotische Fresken aus der Mitte des 13. bis beginnenden 14. Jh., welche die Anbetung der Könige, die Kreuzigung sowie das jüngste Gericht zeigen.

Da wir an diesem Wochenende Tanja, Thomas, Bernhard, Anna & Nini, welche allesamt mit den Dreynschlägern unterwegs waren, auf dem kleinen Mödlinger Mittelaltermarkt besuchten, nützten wir die durch die Dreynies ermöglichte Gelegenheit (Danke nochmals für die kleine Intervention beim Techniker ;) ) beim Schopfe, um auch in das Innere des Karners zu kommen – dieser ist normalerweise versperrt, wird aber auf Nachfrage geöffnet werden.

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Vor einigen Wochen haben wir eine Ankündigung zu einem Vortrag vergangenen Mittwoch rund um den Wr. Neustädter Schatzfund gepostet. Da dieser hier in Wien stattfand, gab es für uns natürlich keine Ausrede, diesem nicht beizuwohnen – eine Entscheidung die sich als absolut richtig herausstellte.

Organisiert von dem Verein „Freunde Carnuntums“, hielt der mit der Aufarbeitung des Wr. Neustädter  Schatzfundes beauftrachte Archäologe Mag. Nikolaus Hofer vom BDA, einen ca. 1stündigen Vortrag unter dem Titel “Der Spätmittelalterliche Schatzfund von Wiener Neustadt”, in welchem er einen detaillierteren Überblick über das Fundgut gab, als bisher von den Medien präsentiert.

Nachfolgend ein kleiner Einblick in unsere Mitschriften, auch wenn wir natürlich kein aktuelleres Bildmaterial als das der Medien bzw. von der Ende April 2011 stattgefundenem Informationsvortrag des BDA  dazu bieten können! Sofern vorhanden, habe ich versucht entsprechende Bildbeispiele direkt bei den entsprechenden Gruppen zu verlinken!

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Obwohl das an der von Wien nach Mariazell führenden Via Sacra gelegene vom Babenbergerherzog Leopold VI., dem Glorreichen, gegründete Zisterziensterstift Lilienfeld bereits im 13./14. Jh. von herausragender Bedeutung war, haben sich nur wenige mittelalterliche Kunstschätze, wie beispielsweise die berühmte Concordantiae caritatis (um 1350) von Abt Ulrich von Lilienfeld, über die Jahrhunderte erhalten.

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