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Museumseröffnung Stadtmuseum Hainfeld 24.10.2014

Am Freitag, den 24.10., nahmen Agnes und ich an der Eröffnung des Hainfelder Stadtmuseums teil. Dies war nicht ganz zufällig, sondern hat einen längeren Hintergrund. Vor ca. einem guten halben Jahr wurde ich von der zuständigen Kuratorin Fr. Kowall, angesprochen, ob wir nicht für einen Teil der Ausstellung als Berater unser Sachwissen mit ihr teilen könnten.

Hintergrund dieser Ausstellung war die Neugestaltung des Stadtmuseums, wobei in einem Raum die Geschichte der Stadt vom 12. Jh. bis heute präsentiert werden sollte. Neben den klassischen Exponaten, wie diverseste Urkunden, Fotos, usw., sollte die Stadtgeschichte anhand Menschen, welche in den jeweiligen wichtigen Jahrhunderten der Stadt dokumentiert bzw. prägend waren erläutert werden. Diese Visualisierung sollte in Form kleiner Puppen, von ca. 30 cm Größe, erfolgen.

Und diese Puppen machten das Thema schon einmal zu einer Herausforderung, speziell für die dafür zuständige Puppenmacherin, da nunmal viele Objekte und Accessoires aller Epochen nicht unbedingt im Handel kaufbar sind, besonders nicht in dem benötigten Maßstab. Und auch Stoffe manchmal nicht das sind, was sie für einen 1,70 m großen Mensch sind – d.h. allein hinsichtlich der Materialstärke dem Maßstab entsprechend Abstriche gemacht werden mussten. Aber auch des Anziehens wegen konnte nicht auf alles Rücksicht genommen werden, was z.B. für eine perfekte Rekonstruktion an Theoriewissen da wäre – hier stand der 1. optische Eindruck stark im Vordergrund, es wurde aber z.B. wo vorhanden doch auf pflanzengefärbte u.ä. Stoffe Rücksicht genommen.

Trotzdem glauben wir, dass die Ergebnisse in etwa eine grobe Vorstellung der Mode des jeweiligen Jahrhunderts geben (unsere Beratung erfolgte primär fürs 12. – 14. und z.Teil 15. Jh., wobei bei letzterem ein vorhandenes Stifterbild auch maßgeblich in die Gestaltung einfloss), auch wenn alle Seiten von Anfang an wussten, dass es nie 100% perfekt sein könnte. Besonders schön fanden wir dahingehend auch, wie die Schneiderin gerade manche Details, wie z.B. Taschen und Messer ausgeführt hat!

Zusätzlich unterstützten wir das Museum in der Bereitstellung einiger Utensilien aus unserem Fundus, da für das 12. bzw. 15. Jh. (auch aus Platzgründen) kein weibliches Pendant zu den Figuren geplant war.

(Für Tippfehler an den Beschreibungen ist das Museum verantwortlich 😉 )

Im Gesamtkontext, schon allein von der interaktiven Gestaltung vs. Ausstellungsstückpräsentation, kann sich so manches alteingesessenes großes & weltberühmtes Museum von diesem winzigen Stadtmuseum eine Scheibe abschneiden! Hier haben Fr. Kowall und ihre Mitarbeiter eine gigantische, liebevolle und beeindruckende Arbeit hinterlassen und ein Besuch des Museums, wenn man in der Nähe von Hainfeld unterwegs ist, ist sicher kein Zeitverlust!

 

 

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