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Eene meene mei…

Gestern gingen wir endlich ein kleineres Projekt an, das wir schon vorbereitet hatten. Ich hatte euch vor kurzem ja mal das Video zum Besenbinden gezeigt. Die Technik ist zwar soweit ich weiß nicht für unsere Zeit belegbar, aber sie wird bis heute praktiziert und ist super einfach und nachvollziehbar. Wir besorgten uns also ein Seil, einen Baum, einen Besenstiel und ein Bündel junger Birkenzweige, die wir zuvor schon geerntet, gestutzt und getrocknet hatten. Es gehen aber auch junge Haselzweige zum Beispiel.

das Reisigbündel wird geordnet

das Reisigbündel wird geordnet

Bei einem voluminöseren Bündel kommt der Stiel eigentlich zum Schluss, da wir die Schrumpfung des Reisig beim Trocknen aber etwas unterschätzt haben, ist unseres ein recht dünnes Modell und ich fürchtete, dass es auseinanderfällt, wenn ich den Stiel erst später hineindrücke. Also hab ich es gleich um den Stiel herumgelegt und mit dem Seil ordentlich zusammengedrückt.

Seil um den Baum legen

Seil um den Baum legen

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und einmal oder zwei mal um das Reisigbündel

Dazu versetzt man das Seil einfach mit einer Schlaufe, die man mit dem Fuß bedient, in Spannung.

Seil spannen und damit den Reisig pressen

Seil spannen und damit den Reisig pressen

Dann wird entweder eine Weide oder eine feste Schnur oben um das Bündel gewickelt. Ich habe hier 3 Schnürungen gemacht, historische Abbildungen zeigen verschiedene Anzahlen an Schnürungen. Aber sicher ist sicher.

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Schnur wickeln

Ja, wie gesagt, der Stiel wird normalerweise zum Schluss dazwischengequetscht, hatten wir uns jetzt erspart. Hier ist das Ergebnis (auch schon in Action):

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Ein bisschen stutzen könnt man ihn noch, aber ansonsten sieht er doch schon ganz flugfähig aus oder?

Übrigens waren wir beim Binden in Lebensgefahr, eine Wolke von gefühlten 200 Mücken hatte sich um uns gebildet und wollte unser Blut. Reenactment ist manchmal eben doch adrenalingeladen 🙂

 

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1 Kommentar auf "Eene meene mei…"

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