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Leseempfehlung

Man kann nicht immer nur Sachbücher lesen. Wer lieber Unterhaltungsliteratur hat, macht mit diesem Buch hier den großen Griff:

Sarum von Edward Rutherford

Eigentlich steht dieses Buch schon seit langen Jahren in meinem Bücherregal und ich habe es auch schon mehrmals gelesen, aber für mich ist es mittlerweile so selbstverständlich, dass ich selten daran denke, es weiterzuempfehlen.
Durch einen Urlaub in England wurde ich jetzt wieder darauf gebracht.

Der Roman von Edward Rutherford beschreibt auf knackigen 800 Seiten die Geschichte der Landschaft um das Hügelfort „Old Sarum“ in Wiltshire seit der ersten Besiedlungen in der jüngeren Steinzeit.

Um kurz den Hintergrund zu erklären, diese Landschaft beheimatet eine Unmenge an historischen Plätzen wie zB das weltbekannte Stonehenge, Avebury, den weltgrößten Steinkreis, die riesige gotische Kathedrale von Salisbury oder den Silbury Hill, die größte von Menschen geschaffene Landschaftsform Europas (allesamt Teil des UNESCO Weltkulturerbes Stonehenge and associated sites).
Es ist eine faszinierende, fast schon magische Gegend mit einer langen und hochinteressanten Geschichte.

Rutherford benutzt den Roman, um durch das Erzählen einer Familiengeschichte durch 10 000 Jahre die Geschichte der Region zu vermitteln. Immer wieder beleuchtet er verschiedene markante Zeitpunkte in der Timeline und erzählt die spannende Geschichte der Menschen, die sie prägen. Dabei schafft er es geschickt, ohne mit zu vielen Jahreszahlen um sich zu werfen, den Leser auch ein bisschen zu bilden und die umgreifenden Hintergründe der primären Geschichten zu erklären.
Es ist in diesem Sinne kein klassischer historischer Roman, sondern ein Zusammenschnitt aus Roman, Geschichtsbuch und Biografie.

Der Umfang erscheint gerade im Regal massiv, allerdings ist es so gut geschrieben, dass man es schnell durch hat.
Man muss übrigens noch nicht dort gewesen sein. Auch für alle anderen  ist es empfehlenswert und definitiv eine Inspiration für die nächste Urlaubsplanung.