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Alle Posts aus der Kategorie "Literatur und Quellenrecherche".

Hier ist unser Thema ja hauptsächlich immer mittelalterliche Sachkultur, aber ich lese ja in letzter Zeit wirklich gerne moralische Schriften, Spottgedichte, Kleiderkritiken, Haushaltsbücher und andere literarische Menschlichkeiten aus dem Spätmittelalter, um mich ein bisschen in die Mentalität der Zeit einfühlen zu können und weil man dort auch oft wertvolle Hinweise für die Verbesserung der Darstellung findet. Daher war ich natürlich sofort begeistert, als ich von den sogenannten „Distaff gospels“ hörte, die es seit 2006 in einer ersten englischen Edition gibt. Und über die möchte ich heute ein bisschen sprechen.

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Das Gedicht vom Bade des Königs vom Odenwald (frühes 14. Jahrhundert): (mehr …)

Gastbeitrag von Regina Wild

Irgendwann kommt (fast) jeder Living History-Darsteller mal in die Versuchung Stoffe selbst mit Pflanzen zu färben. Meist hilft zu Beginn ein Buch über Pflanzenfarben (z.B.: „Naturfarben auf Wolle und Seide“ von D. Fischer) mit praktischen Anleitungen und schon fängt man an.

Sobald man die ersten schönen Resultate erzielt, beginnt die Sucht. Ab jetzt wird alles in den Färbekessel geschmissen und wenn es die eigene Großmutter ist – nur um zu sehen, welche Farbe der Wollstoff  (oder die Großmutter) danach hat.

Nach einiger Zeit stellen sich aber dann manche die Frage: Welche Färbedrogen wurde eigentlich im Zeitraum verwendet, den ich darstellen möchte? Gibt es Färberezepte aus dieser Zeit? Was zeigen uns die Textilfunde?

Und genau an dieser Stelle beginnt jetzt der eigentliche Beitrag:

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Wenn man einmal über die Kostümkunde und die Recherche zu den Gegenständen des täglichen Gebrauchs hinaus ist im Hobby, schlagen sich langsam andere Themen in der Konzeption von Veranstaltungen nieder. Wir möchten in Zukunft auch etwas näher die Lebensweise des mittelalterlichen Menschen nachvollziehen. Dazu gehören z.B. auch Schlafgewohnheiten und Tagesabläufe.

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Dekorative Kosmetik war auch hierzulande ein Thema und besonders Moralprediger und Dichter lassen sich – zumeist in negativer Weise über die Sitte aus, sich zu schminken und schön zu machen. Eine Ergänzung zu meinem Beitrag zu Spätmittelalterlicher Kosmetik und Schönheitsroutine.

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Eine Rezeptsammlung: http://www.daviddfriedman.com/Medieval/Medieval.html

Eine Rezeptsammlung für historische Rezepte: http://www.pbm.com/~lindahl/food.html

Nur noch im Internet Archive verfügbar, eine Datenbank historischer Rezepte: http://dasmittelalterkochbuch.de/

Die Reise- und Speiseberichte von Santonino: http://gams.uni-graz.at/context:santonino

Das Projekt der Uni Graz zu mittelalterlicher Küche: http://kulinarisches-mittelalter.org/wissenschaftliche-arbeiten/

Eine SCA Seite zum Thema Rezeptsammlungen: http://www.godecookery.com/allrec/allrec.htm

Dieses Blogprojekt plant alle Rezepte des Buch von guoter spise umzusetzen: http://www.blog-von-guter-speise.de/

Das Buch von guoter Spiese online: https://de.wikisource.org/wiki/Das_Buoch_von_guoter_Spise

Historische Rezepte in der Umsetzung: http://www.medievalcuisine.com/Euriol/my-recipes/

Bildquellen zur Tischkultur: https://www.pinterest.at/tbiliter/medieval-household-goods-and-table-settings/

Mehr Bildquellen zur Tischkultur: https://www.pinterest.at/nicolinb/medieval-table-settings/

Ich möchte nur für künftige Referenz diesen Fund einer Bundhaube hier verlinken

https://historicaltextiles.org/coif-cuffia/

Ok, nur damit ich es gleich sage, das hier ist eine Art Buchbesprechung. Aber bevor ihr jetzt alle abspringt und sagt „Öööööööööde!!!!!!“, BITTE haltet ein und gebt mir eine Chance, euch ein wirklich aufschlussreiches und unterhaltsames Stück Literatur vorzustellen, das so einige Fragen beantwortet, die ihr euch stelltet oder auch noch nicht stelltet!

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Ihr könnt euch einige Tipps und Kniffe zur Online Recherche jetz auch im Ton meiner zuckersüßen Stimme auf Youtube zu Gemüte führen:

Scherz beiseite. Ich hatte die großartige Gelegenheit, mit Arnulf dem Schandmaul für ein Video für seinen Youtube-Kanal Kawau TV zusammen zu arbeiten und hab ein Video aufgenommen zu meinen Lieblings-Recherche-Seiten im Internet, die für Anfänger im Hobby tauglich sind. Mehr Tipps findet ihr weiterhin auf unserem Anfängerleitfaden sowie unserer Linkseite.

Wie wir bereits berichtet haben beherbergt der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek aktuell noch bis 3.5. eine Ausstellung zur Geschichte der Uni Wien anlässlich ihres 650jährigem Bestehen. Sie ist damit eine der ältesten Universitäten Europas.

Rotschopf und ich haben vor ca. 2 Wochen die Ausstellung besucht und können für alle Fans des 12.-15. Jh. definitiv eine Empfehlung aussprechen angesichts der sehr schönen Präsentation.

Denn der Hauptfokus liegt ausnahmslos auf dieser Zeitepoche, dh. der inhaltliche Schwerpunkt endet mit dem 16. Jahrhundert. Verschiedene Dokumente und auch einige vereinzelte Realien aus dem universitären Bereich beleuchten die Glanzstunden der Wiener Universität. Nicht nur das Porträts Rudolfs IV. (normalerweise im Domschatz des Stephansdom ausgestellt) wird gezeigt, sondern auch die originale Stiftungsurkunde in dt. und lateinischer Sprache, sowie eine wunderschöne Replik des Grabtuches des Rudolfs IV. (Original ebenfalls im Domschatz von St. Stephan zu besichtigen).

Umrundet wird das ganze mit einer gigantischen Menge an Urkunden zur Universität sowie Handschriften aus dem 10.-16. Jh., der damaligen Zeit entsprechend vorrangig theologischer, medizinischer oder astronomischer Natur.  Einige davon auch aus unserer Zeitstellung und mit netten figürlichen Illustrationen versehen, die auch für uns unbekannt waren (und nun lässt uns das mit der Frage was da wohl noch an „Schätzen“ der Bildkunst auf den nicht sichtbaren Seiten der Wälzer versteckt sein könnte ^^).

Um denjenigen die jedoch nicht die Zeit oder Entfernungsbedingte Möglichkeit haben in der Nationalbibliothek vorbeizusehen haben wir natürlich viele Fotos gemacht. Ihr findet sie HIER.

Auch gibt es einen sehr netten Ausstellungskatalog, Kostenpunkt ca. 40 Euro, mit vielen Großaufnahmen der Urkunden und Bücher, für diejenigen die neugierig auf mehr Informationen sind.

Detailinfos rund um die Ausstellung findet ihr HIER.

Übrigens als kleines Highlight: Für die Besucher gibt es kostenlos A3 Plakate mit einem kompletten farbigem Druck der Stiftungsurkunde zum Mitnehmen in deutsch oder englisch.