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Alle Posts aus der Kategorie "Equipment und Sachkultur".

Es ward im Jahre unseres Herrn 2020, da kamen die Reenactor in Scharen zusammen zu Hochwang, um sich des Lebens zu erfreuen, sich die Bäuche vollzuschlagen und ihre sterblichen Körper im Wasser der Günz von allen Sünden zu befreien, auf dass die widerlich‘ Seuch‘ an ihnen vorbei geh’n möge. Dort ward ich Zeuge, wie die Jungfrau Helena, vom brennenden Feuer des heiligen Geistes durchströmt, dem Teufel garselbst im Körper eines fürchterlichen Untiers, einem Dachs nicht unähnlich entgegentrat und siegreich aus diesem Kampf zwischen Himmel und Erde, zwischen Licht und Dunkelheit hervortrat. Von Ehrfurcht ergriffen ergatterte ich ein Stück ihres blutigen Kleides und brachte es heim nach Wien, ihm ein Behältnis herzustellen, das dem bezeugten Wunder gerecht werden könne. So sehet, was ich ersann’….

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Ihr kennt vielleicht unseren früheren Artikel zum Auslassen von Rindertalg für Talglichter. Nach guten 8 Jahren Veranstaltung hatten wir den letzten Rest unseres selbstgemachten Talgs verbraucht und brauchten neue Vorräte (natürlich hatten wir dazwischen auch noch reinen Talg zugekauft).

Da bot sich unsere Veranstaltung in Bärnau wunderbar an. Ich hatte 5 kg Rinderkernfett beim Metzger bestellt.

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Wenn man einmal über die Kostümkunde und die Recherche zu den Gegenständen des täglichen Gebrauchs hinaus ist im Hobby, schlagen sich langsam andere Themen in der Konzeption von Veranstaltungen nieder. Wir möchten in Zukunft auch etwas näher die Lebensweise des mittelalterlichen Menschen nachvollziehen. Dazu gehören z.B. auch Schlafgewohnheiten und Tagesabläufe.

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Als Gast lieber Darstellerfreunde aus Süddeutschland war ich letztes Wochenende Teil der Mittelaltertage im Freilandmuseum Bad Windsheim.

Anlässlich des 700 Jahr Jubiläums der Spitalsstiftung in Bad Windsheim gab es im nahe gelegenen Museum Kirche in Franken eine Sonderausstellung zum Thema des mittelalterlichen und neuzeitlichen Spitalswesen, bei deren Aufarbeitung zwei der federführenden Darsteller für unser Event mitgeholfen hatten.

Dieses Jubiläum hatten wir uns also als Thema genommen für unseren Teil der Veranstaltung und so konnten wir in 3 Häusern unterschiedlichste Stationen und Aspekte des Spitalswesen zum Ende des 14. Jahrhundert zeigen. Eigentlich greift das alles schon zu weit, denn einen detaillierten Bericht zu diesem Event wird es noch an anderer Stelle geben.

Jeder kümmerte sich um die Präsentation eines speziellen Teilthemas und wir von der IG14 hatten uns aufgrund unserer Vorerfahrungen gemeldet für die Gestaltung der spitalseigenen Badestube. Dafür brauchte ich nun noch ein bisschen Equipment.

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Durch einen Post von Zeitensprung habe ich schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht, dass ich ja eigentlich auch einmal so ein Nackenrollen-Kissen bräuchte für meine historische Bettsituation. Und nun endlich habe ich auch eins für mich umgesetzt.

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Ich hatte ja, wann immer ich bisher gesponnen hab, immer aus der Hand gearbeitet (was in Zug und Ubahn natürlich völlig ausreicht) oder einen Spinnrocken geliehen bzw von meinem modernen Spinnrad abgenommen. Damit war ich schon länger nicht zufrieden und im Zuge meines Themeninteresses an Schäferabbildungen dachte ich darüber nach, mir doch noch einmal einen ganz einfachen zuzulegen (und später noch mal einen tollen mit so richtig schönen Drechselarbeiten und auf einem Steher).

Der Besuch von Schloss Gottorf im Sommer brachte mir dann endlich den fehlenden Anstoß. (mehr …)

Ich sammle hier Beiträge, die thematisch zur Ausstattung einer Schäferin passen. Ein Work in Progress.

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Nun habe ich ja nicht mehr – wie früher, als ich als Gromibesucher noch Mehrtagesaufenthalte auf Märkten eingelegt habe – so viel mitzuschleppen. Feuerzeug, Handy, 2L-Metflasche, 300 EUR, um sie überteuertes Fastfood oder Schmuck rauszuhauen, Mantel, Flöte, Becher, Jause. So sah mein Gepäck damals immer aus. Was ich heute auf einer Veranstaltung direkt dabei habe, ist allenfalls mal ein Messer und das kann ich an meinen Gürtel hängen, oder wie bei meinem praktischen Klappmesser in mein Beutelchen stecken.

Aber die Kamera, mit der wir unsere Veranstaltungen immer dokumentieren, muss außerhalb der Verwendungszeit irgendwo Regensicher und Besucherblicksicher untergebracht werden und so war ich auf der Suche nach einer passenden kleinen Tasche, in der sie Platz findet.

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Wenn ihr euch einen mittelalterlichen Menschen vorstellt, was seht ihr da? Verfaulte Zähne? Fettige Haare? Dreckige, pickelige Haut? Haarige Achseln und Schweißgeruch?

Für manch einen mag das gestimmt haben. Ja, für manch einen stimmt das heute noch. Aber dass es anders geht und gemacht wurde, das beweisen uns mittelalterliche Quellen immer wieder. Der mittelalterliche Mensch wusste und konnte schon weit mehr, als wir ihm heute zutrauen.

In diesem Artikel möchte ich einige Aspekte der (weiblichen) Körperpflege und Kosmetik ansprechen, wie sie in mittelalterlichen Quellen (vor allem den Trotula) dargestellt werden.

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Schluss, aus, weg mit dem Zeug! Schmeißt den schmiedeeisernen Klorollen-Verbrennungs-Halter, die Lampenölgetränkten Fackeln und Visby-Laternen endlich aus dem Fenster raus! Wir sind hier schließlich nicht beim Raubritter Kunibert im Verlies, sondern inmitten der Zivilisation des Spätmittelalters! Wir möchten euch hiermit einige der zahlreichen Alternativen vorstellen, Lager, Haus oder Weg auf historische Weise zu beleuchten.

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