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Alle Posts aus der Kategorie "Textilverarbeitung".

Kurz und knackig diesmal: Ein neues Haarbändchen ist entstanden, inspiriert von einem in den London Funden enthaltenen Band aus der 1. Hälfte 14. Jahrhundert.

Das Original, Nr 451 war rosa und gelb gestreift, bestand aus Seide, wurde mit 12 Brettchen gewebt, die (soweit ich in Clothing und Textiles erkennen kann auf den enorm schlechten schwarz-weiß-Fotos) auf der linken Hälfte in Z-Richtung, auf der rechten Hälfte in S-Richtung orientiert waren.

Ich habe die Farben gegen 20/er Seide in indigoblau und Resedagelb getauscht und mit nur 10 Brettchen gearbeitet, die ich in S/Z abwechselnd aufgespannt hatte.

Im Grunde nur eine kleine Fingerübung für mich, da ich demnächst ein oder zwei größere Brettchenweb-Projekte angehen möchte.

Die Seide habe ich wie immer von Marled Mader bezogen.

Einen Shoutout möchte ich – als Weber-Noob, der das Handwerk nur betreibt, weils sein muss für meine anderen Projekte – an dieser Stelle auch einmal an Silvia Ungerechts geben, die mir eine konstante Inspiration ist und jemand, zu dem ich handwerkstechnisch schwerstens aufblicke und die immer gern meine doofen Verständnisfragen beantwortet.

Bei diesem Haarnetzprojekt habe ich gleich mehrere Ideen, die ich lange hegte, ausprobiert.

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Vielleicht erinnert euch noch an meinen ersten Versuch an einem Herrenhaarnetz für meinen Kollegen Karl. 

Damals war ich nicht wirklich zufrieden mit der Form des Netzes. Nach einigen Tests und Diskussionen mit anderen Netz-Nerds in dieser sehr empfehlenswerten Haarnetzgruppe hier hatte ich endlich den passenden Hinweis bekommen, wie die Form näher an die Abbildungen heran kommt.

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So ganz allgemein empfinde ich mich ja in Klamotte nicht grade als Schönheit. Meine Darstellung ist die meiste Zeit eine einfache, meine Kleidung ist daher zweckdienlich und den historischen Vorbildern nachempfunden, das muss reichen und die moderne Ästhetik muss dafür hintanstehen. Alles fürs Hobby.

Aber wenn ich mir schon meine Mähne nehmen lassen muss, das einzige, was meinem Gesicht eine Struktur gibt, dann will ich wenigstens, dass das auf eine möglichst ansprechende Art und Weise passiert :-)

Und so hab ich aus diesem wunderschönen dunkelvioletten Seidengarn von Marled Mader aka. Archäotechnik textile Fläche ein neues Haarnetz gebaut, versehen mit kleinen Perlchen.

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3 Jahre. So lang hab ich dieses blöde Haarnetz jetzt mitgeschleppt, immer mal wieder ein paar Maschen gemacht, dann wieder die Motivation verloren, in die Ecke geworfen, beim nächsten Mal wieder rausgeholt. Jetzt ist es endlich fertig. Etwas über 20 000 Knoten hab ich reingemacht.

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Unsere Vereinskollegin Viki hat jüngst mit meiner bescheidenen Hilfe ein tolles Unterkleid mit Stützeffekt für die Mitte des 14. Jahrhunderts umgesetzt und mir erlaubt, einen kleinen Artikel zu verfassen, in dem ich das Konzept dazu erkläre.

 

 

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Seit 7 Jahren trage ich nun also meine naturfarbenen, praktischen Kleider und verrichte den Tag über schmutzige Arbeiten, schmier meine dreckigen Hände in die Wolle und flicke hier und dort meine Mottenlöcher und Risse.

Irgendwann will ich aber auch mal so hübsch und farbig rumlaufen wie die Kollegen im Verein und drum kündigte ich nun seit einigen Jahren an, ich werde mich nun auch mal endlich an meine Mittelschichtlerin machen, meine Bürgerin. Und nachdem die Kollegen jetzt 3 Jahre nur geschmunzelt haben und „Jaaajaaa, du mit deiner Bürgerin“ gesagt und ich ein Jahr mit der problematischen Bestellung des passenden Stoffes rumgeschissen hab, konnte ich endlich das Kleid umsetzen.

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Durch einen Post von Zeitensprung habe ich schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht, dass ich ja eigentlich auch einmal so ein Nackenrollen-Kissen bräuchte für meine historische Bettsituation. Und nun endlich habe ich auch eins für mich umgesetzt.

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Dass ich meinem Mann für Veranstaltungen ein komplettes schlichtes Ensemble gemacht hatte, habt ihr ja auf diesem Blog bereits lesen können.

Dann habe ich per Zufall online 3 Meter wunderschönen indigogefärbten Wollköper erstanden. Und weil ich ohnehin auf eine etwas bessergestellte Darstellung hinarbeite, dachte ich, dann mache ich auch was für ihn, während ich auf meine Materialien warte.

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Ich hatte ja, wann immer ich bisher gesponnen hab, immer aus der Hand gearbeitet (was in Zug und Ubahn natürlich völlig ausreicht) oder einen Spinnrocken geliehen bzw von meinem modernen Spinnrad abgenommen. Damit war ich schon länger nicht zufrieden und im Zuge meines Themeninteresses an Schäferabbildungen dachte ich darüber nach, mir doch noch einmal einen ganz einfachen zuzulegen (und später noch mal einen tollen mit so richtig schönen Drechselarbeiten und auf einem Steher).

Der Besuch von Schloss Gottorf im Sommer brachte mir dann endlich den fehlenden Anstoß. (mehr …)