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Alle Posts aus der Kategorie "Textilverarbeitung".

So ganz allgemein empfinde ich mich ja in Klamotte nicht grade als Schönheit. Meine Darstellung ist die meiste Zeit eine einfache, meine Kleidung ist daher zweckdienlich und den historischen Vorbildern nachempfunden, das muss reichen und die moderne Ästhetik muss dafür hintanstehen. Alles fürs Hobby.

Aber wenn ich mir schon meine Mähne nehmen lassen muss, das einzige, was meinem Gesicht eine Struktur gibt, dann will ich wenigstens, dass das auf eine möglichst ansprechende Art und Weise passiert :-)

Und so hab ich aus diesem wunderschönen dunkelvioletten Seidengarn von Marled Mader aka. Archäotechnik textile Fläche ein neues Haarnetz gebaut, versehen mit kleinen Perlchen.

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3 Jahre. So lang hab ich dieses blöde Haarnetz jetzt mitgeschleppt, immer mal wieder ein paar Maschen gemacht, dann wieder die Motivation verloren, in die Ecke geworfen, beim nächsten Mal wieder rausgeholt. Jetzt ist es endlich fertig. Etwas über 20 000 Knoten hab ich reingemacht.

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Unsere Vereinskollegin Viki hat jüngst mit meiner bescheidenen Hilfe ein tolles Unterkleid mit Stützeffekt für die Mitte des 14. Jahrhunderts umgesetzt und mir erlaubt, einen kleinen Artikel zu verfassen, in dem ich das Konzept dazu erkläre.

 

 

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Seit 7 Jahren trage ich nun also meine naturfarbenen, praktischen Kleider und verrichte den Tag über schmutzige Arbeiten, schmier meine dreckigen Hände in die Wolle und flicke hier und dort meine Mottenlöcher und Risse.

Irgendwann will ich aber auch mal so hübsch und farbig rumlaufen wie die Kollegen im Verein und drum kündigte ich nun seit einigen Jahren an, ich werde mich nun auch mal endlich an meine Mittelschichtlerin machen, meine Bürgerin. Und nachdem die Kollegen jetzt 3 Jahre nur geschmunzelt haben und „Jaaajaaa, du mit deiner Bürgerin“ gesagt und ich ein Jahr mit der problematischen Bestellung des passenden Stoffes rumgeschissen hab, konnte ich endlich das Kleid umsetzen.

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Durch einen Post von Zeitensprung habe ich schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht, dass ich ja eigentlich auch einmal so ein Nackenrollen-Kissen bräuchte für meine historische Bettsituation. Und nun endlich habe ich auch eins für mich umgesetzt.

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Dass ich meinem Mann für Veranstaltungen ein komplettes schlichtes Ensemble gemacht hatte, habt ihr ja auf diesem Blog bereits lesen können.

Dann habe ich per Zufall online 3 Meter wunderschönen indigogefärbten Wollköper erstanden. Und weil ich ohnehin auf eine etwas bessergestellte Darstellung hinarbeite, dachte ich, dann mache ich auch was für ihn, während ich auf meine Materialien warte.

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Ich hatte ja, wann immer ich bisher gesponnen hab, immer aus der Hand gearbeitet (was in Zug und Ubahn natürlich völlig ausreicht) oder einen Spinnrocken geliehen bzw von meinem modernen Spinnrad abgenommen. Damit war ich schon länger nicht zufrieden und im Zuge meines Themeninteresses an Schäferabbildungen dachte ich darüber nach, mir doch noch einmal einen ganz einfachen zuzulegen (und später noch mal einen tollen mit so richtig schönen Drechselarbeiten und auf einem Steher).

Der Besuch von Schloss Gottorf im Sommer brachte mir dann endlich den fehlenden Anstoß. (mehr …)

 

 

http://matsukazesewing.blogspot.co.at/p/repairs-on-extant-medieval-garments.html

http://www.medievalsilkwork.com/2013/10/mending-old-shirt.html

Flicken in einem der Herjolfsnes-Kleidungsstücke

Darning in a Viking cap

Darning in Medieval Textiles

Invisible Mending at the Shroud of Turin

Darning in an ancient tunic

Darning in clothing of the late antiquity

https://www.academia.edu/35429219/Recycling_of_Textiles_in_Historic_Contexts_in_Europe._Case_Studies_from_1500_BC_till_1500_AD

https://www.academia.edu/8480749/_Ich_brauch_Hadern_zu_meiner_Muel_-_von_Flickschneidern_Lumpensammlern_und_Papiermachern._Wiederverwendung_und_Wiederverwertung_von_Textilien

https://www.academia.edu/35444723/Zerschlissene_Knie_vs._Knieb%C3%BCgel._Bergm%C3%A4nnische_Schutzkleidung_im_15._und_16._Jahrhundert

http://larsdatter.com/patched-clothing.htm

Die Lendbreen Tunika

https://realonline.imareal.sbg.ac.at/detail/?archivnr=004031

Detail

https://realonline.imareal.sbg.ac.at/detail/?archivnr=002299

 

 

Hirtentasche

29.09.2016 von Rotschopf in Textilverarbeitung

Und weil ich jetzt eine hirtische Waffe hab und eine hirtische Flöte, dachte ich mir, ach komm, da is es ja nimmer weit bis zur Hirtin oder? Auch wenn ich vermutlich nie Gelegenheit haben werde, mal ne Schafherde zu hüten bei einer Veranstaltung, wenns doch mal so weit sein sollte, hab ich eine Ausstattung :-)

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Eigentlich war mein Plan ja ein ganz andrer. Nämlich ein normales Haarnetz für einen Mann zu machen. Vorbild war mir das Haarnetz aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, das dort als Männerhaarnetz eingeordnet worden war. Es hatte mit einem Scherz begonnen („Höhö, ein Männerhaarnetz, ich knüpfs, wenn dus aufsetzt!“ „Passt.“) und wurde dann bitterer Ernst. Karl, mein IG14-Kollege hatte  extra sein Haupthaar gezüchtet, damit wir das ausprobieren konnten.

Auf Nachfrage teilte man mir allerdings von Seiten des Museums mit, aufgrund eines Hochwassers in der Elisabethkirche vor der Aushebung des Landgrafengrabs, könne man nicht davon ausgehen, dass dieses Haarnetz explizit ein Männerhaarnetz ist, was auch in neueren Publikationen bereits so dargestellt wird. Aber die Haare sind da und wollen gebändigt werden!

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