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Eine Perle im Fischernetz – ein neues Haarnetz-Abenteuer

So ganz allgemein empfinde ich mich ja in Klamotte nicht grade als Schönheit. Meine Darstellung ist die meiste Zeit eine einfache, meine Kleidung ist daher zweckdienlich und den historischen Vorbildern nachempfunden, das muss reichen und die moderne Ästhetik muss dafür hintanstehen. Alles fürs Hobby.

Aber wenn ich mir schon meine Mähne nehmen lassen muss, das einzige, was meinem Gesicht eine Struktur gibt, dann will ich wenigstens, dass das auf eine möglichst ansprechende Art und Weise passiert :-)

Und so hab ich aus diesem wunderschönen dunkelvioletten Seidengarn von Marled Mader aka. Archäotechnik textile Fläche ein neues Haarnetz gebaut, versehen mit kleinen Perlchen.

Ist das nicht eine geile Farbe? Indigo-Krappfärbung ist das, wenn ich mich nicht täusche.

Die Perlen bringe ich übrigens so ein, dass ich beim neuen Bespannen der Nadel einfach eine Handvoll Perlen auf den Faden auffädle und dann mit aufwickle und beim Knoten dann in die richtige Stelle rutschen lasse. Ist eigentlich ganz easy, man muss nur ordentlich mitzählen, wo man sie setzt.

Der Historizitäts-Faktor ist hier übrigens offen, denn ich kenne kein erhaltenes Original mit Perlen dran und nur einige Abbildungen, die etwas in der Art zeigen oder zeigen könnten. Im späten 15ten und 16ten Jahrhundert muss das auf jeden Fall der heißeste Shit gewesen sein.

Anyways, so sieht das Ding dann in Anwendung aus. Mit einem hübschen Schapel von Andi Vogel.

(Fotos von Laura Heinen)

Was ich auf jeden Fall noch dazu machen werde, ist ein brettchengewebtes Bändchen zum Binden und dann überlege ich, ob ich eventuell noch Stickereien mit Silberlahn aufbringen soll. Das wäre schon auch noch toll. Ich werde hier updaten, wenn es so weit ist.

 

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