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Feine Details aus der Kapelle in Viktorsberg (Vlbg.)

Nach endlos erscheinenden Kurven gelangt man endlich ins idyllische Örtchen Viktorsberg, in Vorarlberg. An einem über dem Ort trohnenden kleinen Plateau liegt das Kloster Viktorsberg. Das heute noch sichtbare Gebäude des Minoritenkloster, heute ein Seminar- und Kulturzentrum, wurde 1384 von Graf Rudolf V. von Montfort-Feldkirch gestiftet, und bestand bis zu seiner Aufhebung 1785. Allerdings ist bereits seit dem 9. Jh. ist Viktorsberg durch das Wirken des Hl. Eusebius als Zentrum geistigen und geistlichen Lebens  nachweisbar und ist damit das älteste Kloster Vorarlbergs.

Von außen pittoresk, verbirgt sich im Inneren der zum ehemaligen Kloster gehörigen, dem Hl. Viktor gewidmeten, Kapelle ein kleines Fresko, datiert auf nach 1383, aber von der Kleidung her sehr gut zu den übrigen Malereien der 2. H. des 14. Jh. in Vorarlberg passend.

Auf diesem sind einige Männer und Frauen in einer Gruppe abgebildet, welche an ihrer Kleidung einige interessante Details zeigen: Z.B. eine Gugel an der männlichen Figur rechts; links außen eine Dame mit Gebende, und einem Halbkreis (?)-Mantel, welcher an der Brust mit drei Knöpfen verschlossen ist. Dieser Manteltyp findet sich immer wieder in der Bildsprache des 14. Jh., nur ist die Trageweise mit der Knöpfung an der Brust sehr typisch für Frauen, während bei Männern diese in der Regel an der Schulter aufliegen.

In der Mitte der Figurengruppe steht in der ersten Reihe eine weitere Dame mit einem schön gestalteten Schapel, einem unzweifelhaft (lt. Abbildung weißen?) pelzverbrämten Heuke sowie – was meine Aufmerksamkeit besonders auf sich gezogen hat – einer unverkennbaren Absetzung der Einfassung des Halsausschnitts, welcher z.b. an eine Borte oder zumindest materialtechnisch vom Kleiderstoff unterschiedliche Einfassung denken lässt. Selbige „Borte“ scheint sich auch am Handgelenk wiederzufinden.

 

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