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Ein neues Herrenhaarnetz – Die Form stimmt!

Vielleicht erinnert euch noch an meinen ersten Versuch an einem Herrenhaarnetz für meinen Kollegen Karl. 

Damals war ich nicht wirklich zufrieden mit der Form des Netzes. Nach einigen Tests und Diskussionen mit anderen Netz-Nerds in dieser sehr empfehlenswerten Haarnetzgruppe hier hatte ich endlich den passenden Hinweis bekommen, wie die Form näher an die Abbildungen heran kommt.

Die Form erreicht man mit einem Trapezoid aufgesetzt auf einem rechteckigen Stück Netz. Bei mir sind das 30 Maschen in der Breite an der Basis und 30 Maschen in der Höhe, wobei ich bei der Hälfte angefangen habe, die Seiten zu verkleinern, aber das kommt natürlich darauf an, wie groß der Abstandhalter ist und welche Kopfform vorliegt.

Das hier war mein erster erfolgreicher Prototyp. Der Rahmen von Karl’s Haarnetz, der ihm perfekt passte, mit einem neuen Netzeinsatz versehen:

Und so sieht die Netzform aus, die ich verwendet habe.

Den „Rahmen“ habe ich aus einem Kammgewebten Seidenbändchen gemacht, das ich einfach entsprechend zusammengenäht habe. Natürlich hätte man da auch ein Brettchengewebtes Bändchen verwenden können, zumindest ich hatte aber immer das Gefühl, dass Brettchengewebe so stabil sind, dass sie für das Binden unterm Kinn nicht genug Flexibilität haben und Kammgewebe/Litzengewebe sind leichter und lockerer.
Danach habe ich in mühsamer Fitzelarbeit die Maschen entlang des Rahmens arrangiert und festgesteckt und anschließend an das Bändchen angenäht mit möglichst kleinen Stichen, damit die Näharbeit nicht auffällt.

Und so sieht das Ganze dann getragen aus am neuen Besitzer Simon:

Für einen Abriss der Theorie hinter diesem Stück, bitte ich hier noch einmal, kurz auf den älteren Artikel zurückzugreifen, wo ich alles erkläre.

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