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Neues aus dem mittelalterlichen Wien.

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Unsere Vereinskollegin Viki hat jüngst mit meiner bescheidenen Hilfe ein tolles Unterkleid mit Stützeffekt für die Mitte des 14. Jahrhunderts umgesetzt und mir erlaubt, einen kleinen Artikel zu verfassen, in dem ich das Konzept dazu erkläre.

 

 

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Dekorative Kosmetik war auch hierzulande ein Thema und besonders Moralprediger und Dichter lassen sich – zumeist in negativer Weise über die Sitte aus, sich zu schminken und schön zu machen.

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Seit 7 Jahren trage ich nun also meine naturfarbenen, praktischen Kleider und verrichte den Tag über schmutzige Arbeiten, schmier meine dreckigen Hände in die Wolle und flicke hier und dort meine Mottenlöcher und Risse.

Irgendwann will ich aber auch mal so hübsch und farbig rumlaufen wie die Kollegen im Verein und drum kündigte ich nun seit einigen Jahren an, ich werde mich nun auch mal endlich an meine Mittelschichtlerin machen, meine Bürgerin. Und nachdem die Kollegen jetzt 3 Jahre nur geschmunzelt haben und „Jaaajaaa, du mit deiner Bürgerin“ gesagt und ich ein Jahr mit der problematischen Bestellung des passenden Stoffes rumgeschissen hab, konnte ich endlich das Kleid umsetzen.

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In diesem Artikel möchte ich mich mit einem eher ungewöhnlichen Thema beschäftigen. Und zwar soll es um Aspekte nonverbaler Kommunikation im Mittelalter gehen. Bitte jetzt nicht wegklicken, ich hab auch Bildmaterial :-)

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Durch einen Post von Zeitensprung habe ich schon vor einiger Zeit darüber nachgedacht, dass ich ja eigentlich auch einmal so ein Nackenrollen-Kissen bräuchte für meine historische Bettsituation. Und nun endlich habe ich auch eins für mich umgesetzt.

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Dass ich meinem Mann für Veranstaltungen ein komplettes schlichtes Ensemble gemacht hatte, habt ihr ja auf diesem Blog bereits lesen können.

Dann habe ich per Zufall online 3 Meter wunderschönen indigogefärbten Wollköper erstanden. Und weil ich ohnehin auf eine etwas bessergestellte Darstellung hinarbeite, dachte ich, dann mache ich auch was für ihn, während ich auf meine Materialien warte.

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Weil gerade die passende Jahreszeit ist und man überall wunderbare Orangen bekommen kann, dachte ich, probiere ich doch einmal ein Rezept für eine exotische Süßigkeit aus, das ich im Menagier de Paris gelesen hatte.

Und weil ich gerade Ingwerknollen übrig hatte, dachte ich, das mach ich auch gleich mit dem Ingwer.

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Ich hatte ja, wann immer ich bisher gesponnen hab, immer aus der Hand gearbeitet (was in Zug und Ubahn natürlich völlig ausreicht) oder einen Spinnrocken geliehen bzw von meinem modernen Spinnrad abgenommen. Damit war ich schon länger nicht zufrieden und im Zuge meines Themeninteresses an Schäferabbildungen dachte ich darüber nach, mir doch noch einmal einen ganz einfachen zuzulegen (und später noch mal einen tollen mit so richtig schönen Drechselarbeiten und auf einem Steher).

Der Besuch von Schloss Gottorf im Sommer brachte mir dann endlich den fehlenden Anstoß. (mehr …)

Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Versuch, das alkoholische Heißgetränk zu kochen.

Ich wollte aber auch noch ein anderes Rezept ausprobieren, diesmal mit Wein und Mandelmilch als Hauptzutaten.

„Take & make a gode mylke of Almaundys y-draw vppe with wyne of Red, whyte is beterre; if it schal be whyte, then strayne yolkys of Eyroun ther-to a fewe. Put ther-to Sugre & Salt, but Sugre y-now; then when it begynneth to boyle, sette it out, & almost flatte; serue it then forth, & euer kepe it as whyte as thou may, & at the dressoure droppe Alkenade ther-on, & serue forth; & if thou wylt haue hym chargeaunt, bynd hym vppe with fflour [of] Rys, other with whetyn floure, it is no fors. And if thou wolt, coloure hym with Safroun, & straw on pouder y-now, & Sugre y-now, & serue f[orth].“

(Two Fifteenth Century Cookery-Books, Harleian MS. 279 (um 1430)

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Ich sammle hier Beiträge, die thematisch zur Ausstattung einer Schäferin passen. Ein Work in Progress.

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