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Neues aus dem mittelalterlichen Wien.

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Ich hab schon so viele Artikel zu Haarnetzen geschrieben (Siehe Blogkategorie Filetknüpfen), ich weiß gar nicht mehr, was ich noch groß dazu sagen soll. Darum einfach nur ein paar Impressionen. Ein Netz in cochenille-weinrot und seine hübsche Besitzerin. Seide wie immer von Marled Mader – Archäotechnik textile Fläche

Es ward im Jahre unseres Herrn 2020, da kamen die Reenactor in Scharen zusammen zu Hochwang, um sich des Lebens zu erfreuen, sich die Bäuche vollzuschlagen und ihre sterblichen Körper im Wasser der Günz von allen Sünden zu befreien, auf dass die widerlich‘ Seuch‘ an ihnen vorbei geh’n möge. Dort ward ich Zeuge, wie die Jungfrau Helena, vom brennenden Feuer des heiligen Geistes durchströmt, dem Teufel garselbst im Körper eines fürchterlichen Untiers, einem Dachs nicht unähnlich entgegentrat und siegreich aus diesem Kampf zwischen Himmel und Erde, zwischen Licht und Dunkelheit hervortrat. Von Ehrfurcht ergriffen ergatterte ich ein Stück ihres blutigen Kleides und brachte es heim nach Wien, ihm ein Behältnis herzustellen, das dem bezeugten Wunder gerecht werden könne. So sehet, was ich ersann’….

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Mein Beitrag zu dieser Challenge: https://www.facebook.com/IG14.JhWien/posts/3166588840125124 

Die 4 Challenge-Zutaten:

Huhn

Reis

Zucker

Birne

Ich wollte unbedingt zwei Varianten, die sich zwar in den Zutaten sehr ähnlich waren, sich aber letztlich in der Zubereitung stark unterschieden.

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Hier ist unser Thema ja hauptsächlich immer mittelalterliche Sachkultur, aber ich lese ja in letzter Zeit wirklich gerne moralische Schriften, Spottgedichte, Kleiderkritiken, Haushaltsbücher und andere literarische Menschlichkeiten aus dem Spätmittelalter, um mich ein bisschen in die Mentalität der Zeit einfühlen zu können und weil man dort auch oft wertvolle Hinweise für die Verbesserung der Darstellung findet. Daher war ich natürlich sofort begeistert, als ich von den sogenannten „Distaff gospels“ hörte, die es seit 2006 in einer ersten englischen Edition gibt. Und über die möchte ich heute ein bisschen sprechen.

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Das Gedicht vom Bade des Königs vom Odenwald (frühes 14. Jahrhundert): (mehr …)

Eine Damengugel in Kirschrot

24.05.2020 von Rotschopf in Kleidung

Ich besitze ja bereits eine wärmende Gugel zum Knöpfen für meine einfache Darstellung und wenn es wirklich sehr praktisch sein muss für die Arbeit, zieh ich auch gern einmal die von meinem Mann über. Ich war aber schon länger unzufrieden mit dem Sitz meiner Damengugel und das Material passte auch nicht wirklich zu meiner kostspieligeren Klamotte. Daher brauchte es noch ein Modell, dass man über einen feineren Schleier tragen kann als modisches Accessoir, das dafür aber nicht wirklich großartig wärmen muss.

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Mehr Bilder, weniger Text habe ich mir vorgenommen. Also los:
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Ein schlichter Herrenrock um 1350

07.04.2020 von Rotschopf in Kleidung

Ein lieber Freund brauchte für gemeinsame Belebungen noch eine ganz schlichte Mitt-14. Jahrhundert Arbeitskleidung für seine Darstellung als Holzhandwerker. Wir hatten noch diesen schönen naturbraunen 2/1-Köper da, der robust genug ist für so eine Klamotte.

Die Grundlagen für schlichte Herrenröcke hatte ich ja schon in diesem Artikel hier aufgearbeitet.  Und hier findet sich noch eine Anleitung zum Anpassen des Schnitts, wobei ich hier keinerlei Taillierung vorgenommen habe. Der eng sitzende Halsausschnitt ist mit 3 Stoffknöpfen verschlossen und der Ärmel mit einem Knopf.

Natürlich ist wieder alles handgenäht und mit Schmetterlingsnaht versäubert.

 

 

Kurz und knackig diesmal: Ein neues Haarbändchen ist entstanden, inspiriert von einem in den London Funden enthaltenen Band aus der 1. Hälfte 14. Jahrhundert.

Das Original, Nr 451 war rosa und gelb gestreift, bestand aus Seide, wurde mit 12 Brettchen gewebt, die (soweit ich in Clothing und Textiles erkennen kann auf den enorm schlechten schwarz-weiß-Fotos) auf der linken Hälfte in Z-Richtung, auf der rechten Hälfte in S-Richtung orientiert waren.

Ich habe die Farben gegen 20/er Seide in indigoblau und Resedagelb getauscht und mit nur 10 Brettchen gearbeitet, die ich in S/Z abwechselnd aufgespannt hatte.

Im Grunde nur eine kleine Fingerübung für mich, da ich demnächst ein oder zwei größere Brettchenweb-Projekte angehen möchte.

Die Seide habe ich wie immer von Marled Mader bezogen.

Einen Shoutout möchte ich – als Weber-Noob, der das Handwerk nur betreibt, weils sein muss für meine anderen Projekte – an dieser Stelle auch einmal an Silvia Ungerechts geben, die mir eine konstante Inspiration ist und jemand, zu dem ich handwerkstechnisch schwerstens aufblicke und die immer gern meine doofen Verständnisfragen beantwortet.

Bei diesem Haarnetzprojekt habe ich gleich mehrere Ideen, die ich lange hegte, ausprobiert.

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