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Troll TV: Secrets of the Castle

Hier eine neue Serie der BBC, die aus einer Reihe an Produktionen kommt, die die BBC mit Archäologen/Living History Darstellern betreibt und die überaus qualitätvoll das Leben in England/Europa in verschiedenen Perioden aufarbeitet. (siehe auch “The Tudor Monastery Farm” oder “Tales of the Green Valley“).

 

http://www.bbc.co.uk/mediacentre/proginfo/2014/46/secrets-of-the-castle

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Einfacher Haarsack/Haube

Nur ein kleines Update, weil ich was neues fertig bekommen hab (mit Hilfe von Firiels toller Bibliothek und Tipps und beim gemütlichen Ablästern über das aktuelle Fernsehprogramm “Ironclad”). Und zwar diesen simplen Haarsack hier nach diversen Abbildungen und dem Schnitt der Birgitta-Haube, den ich gerne in Zukunft für alle möglichen “Drunter”-Anwendungen verwenden möchte, zB unter eine Damengugel oder eine Kopftuchkonstruktion oder auch einfach mal nur so für die Arbeit. Eigentlich unfassbar, dass ich nicht schon längst einen hab. Aber Kopftuch und Schleier mit Rise waren für mich bis jetzt immer ausreichend.

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Haarnadeln

Es gibt so ein paar Dinge, da werd auch ich, überzeugte Feministin, Nerd und selbsternannte “moderne junge Frau”, zum quietschenden Weibchen.

Eins davon sind historische Haaraccessoirs. Aber wer wirds mir verdenken, schaut euch doch nur mal dieses Prachtstück aus dem griechischen Hellenismus oder diese wunderschöne Replik eines steinzeitlichen Haarkammes (in meinem Besitz) an.
Haare sind einfach sexy und es gibt nichts, was eine Frau mehr schmückt als eine toll geflochtene Frisur mit ein paar gezielt gesetzen Funkelnden Haarnadeln *schmelz*.

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Die haarige Magdalena

Gerade bin ich beim Stöbern im Netz zu mittelalterlichen Abbildungen von Maria Magdalena auf diese gigantische Pinterest-Wall hier gestoßen, die ich euch unbedingt weiterempfehlen muss. Nach Konsumation selbiger hab ich dann beschlossen, meine Haare keinesfalls mehr offen zu tragen im Hobby, das ist einfach sowas von unanständig, wo doch Maria Magdalena, quasi die Personifizierung der Sünde und verbotenen Lust nach Eva immer und überall mit wallendem, langem, tollem Haar dargestellt wird, teils sogar mit einer Art Bodysuit komplett aus Haar bekleidet ist. Nackte Haut reicht nicht, Haare sind sexy :-) Oh und rote Mäntel auch.

(zusätzlich bin ich jetzt neidisch auf Frauen mit langen Haaren)

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Kruselerpüppchen

Auf den Bachrittertagen hatte ich bei Anna Axtmann (alias die Hafnerin) eine ganz entzückende kleine Kruselerpuppe erworben. Ich glaube das Original war aus Nürnberg, sehr ähnliche Modelle sieht man aber auch an anderen Fundorten. Siehe hier und hier.

Ein paar ganz hübsche Exemplare hab ich auch neulich im Archäologischen Landesmuseum Konstanz gesehn.

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Auf zahlreichen dieser Püppchen wurden Farbspuren gefunden…

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Haarsack - Interpretation der "Haube der Hl. Birgitta"

Kopftücher, Haarsäcke und Hauben

Langsam finde ich echt Gefallen an Belegssammlungen zu bestimmten Themen (wie man sie ja zB auch auf larsdatter.com findet, großartige Seite) . Sie sind besonders für Reenactor einfach ne tolle Sache und sie helfen ja auch mir ungemein weiter, wenn man mal was nachschaun will oder jemand etwas schicken will im Netz und natürlich als Schlagkräftige Argumentationshilfen :-)

Diese hier soll sich rund um praktische Kopfbedeckungen für einfache Darstellungen im 14. Jhdt drehen, also Kopftücher, Haarsäcke und Hauben. Sollen wir einfach einsteigen?

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Der Fürspan als Brosche?

Jeder kennt die recht häufig bei Darstellerinnen sichtbare Trageweise des Fürspans als Brosche auf der Brust, wie man ihn zB hier bei unserer Andrea sieht (geht einem bei dem Lächeln nicht einfach das Herz auf? :-))

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Dazu muss man sagen, dass das Foto aus dem Jahr 2012 stammt. Damals hatte auch ich noch so einen Fürspan als Spange. Kurz darauf stellte uns unser Darstellungskollege und lieber Freund Niko eine seiner kritischen Fragen, die uns schon viele Erkenntnisse brachte: “Gibts für diese Tragweise eigentlich einen Nachweis?”

Uff… erwischt… (mehr …)

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Die Handwerks-Fresken des “Palazzo della Ragione” – Padua

Im Zuge unseres Italienurlaubes verbrachten mein Mann und ich zwei Tage in Padua. Die Stadt ist für jeden Mittelalterbegeisterten, v.a. des 14. Jh., einen Besuch wert – die Menge an einzigartigen Fresken ist unglaublich! Der einzige Nachteil: fast alle damit geschmückte Kirchen haben ein striktes Fotoverbot. Einziger Wermutstropfen: die günstigen und schön gestalteten Bildbände, die es in jeder Location zu kaufen gibt.

Eine seltene Ausnahme stellte der “Palazzo della Ragione” dar. Dieser Palast wurde im 14. Jh. von Giotto komplett ausgemalt – nur um wenige Jahrzehnte danach im Rahmen eines Brandes ziemlich in Mitleidenschaft gezogen zu werden (*damn*). Im Folge des Wiederaufbaus wurde der Palast zwischen 1425 und 1440 neu ausgemalt. Die Fresken sind somit zwar für unsere Zeitstellung nicht mehr unbedingt als Quelle brauchbar, die Dimensionen des Raums und die Thematik der verschiedenen Zünfte und Handwerke der Stadt stellen jedoch eine wunderschöne Sammlung an für ein Handwerk benötigte Objekte bzw. Abläufe dar.

Ich habe versucht möglichst alle Bilder des riesigen Raums zu fotografieren, die Handwerksrelevanten zusätzlich noch im Detail. Da jedoch Blitzverbot war und die Spiegelreflex nach ca. 300 Fotos auch nicht mehr leicht in der Hand liegt, sind die Aufnahmen halt ab und an verwackelt ;)

Viel Spaß beim Durchklicken der Galerie!

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Troll TV goes Baby TV

Da wir gerade voll ins Babyfieber gekippt sind, darf natürlich auch ein Eintrag im Rahmen des Troll TV nicht fehlen.

Auf Facebook stießen wir auf diese recht interessante BBC-Dokumentation zum Thema Schwangerschaft & Geburt im Mittelalter:

Medieval Lives Birth, Marriage, Death Episode 1 A Good Birth”

Viel Spaß beim Ansehen … und gottseidank leben wir im 21. Jh. ;) !!!

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Babys Erstausstattung Pt.1 – Vom Wickeln

Wie bereits gestern im Post erwähnt, erwarte ich im Februar Nachwuchs, und irgendwie hab ich dahingehend endlich wieder einen Motivationsschub auch in Punkto Mittelalter praktisch wieder aktiv zu sein, weshalb ich mich dieses Wochenende einmal damit beschäftigt habe, eine Basisausstattung zum Wickeln, oder Pucken wie es heutzutage heißt, des Kleinen vorzubereiten.

Ob er es dann auch zulassen wird (Kinder sind ja selten vorhersehbar ^^) wird sich ja noch zeigen, aber ich werde es zumindest versuchen ;)

Zum Wickeln benötigt es an sich nicht viel. In der Regel sieht man auf Abbildungen des 14. Jh. Kinder nur straff mit Leinen(oder Seiden?)-Bandagen umwickelt, ab und an auch in Kombination mit einem Leinentuch oder wollenen oder seidenen Stofftuch, sieht man doch immer wieder auch farbig gewickelte Kinder (z.b. hier, 15. Jh.)

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