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Bachritterburg Kanzach, 15.-17. August 2014

Eigentlich möchte ich hier gar nicht zu viel Text hinterlassen. Gemeinsam mit der Gruppe Niedertor aus Südtirol und den Mädels der Gruppe Ausfall aus Tirol durfte ich ein wirklich schönes Wochenende auf der Bachritterburg Kanzach verbringen. Hier ein paar Impressionen meines Aufenthalts.

Danke noch einmal an meine Gastgeber für die königliche Bewirtung und die liebe Aufnahme, ich habe das Wochenende sehr genossen und tolle neue Leute kennen gelernt.

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Winter im Mittelalter

Weil unlängst wieder an diversen Orten über dieses Thema gesprochen wurde, hab ich mich mal eine Sammlung, die ich schon länger betreibe mit Bezeichnungen versehen und und ein paar Sachen zusammengestellt zur Inspiration, zum Amüsement oder sonstigen Verwendungszwecken. Wird laufend erweitert!

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Rekonstruktion einer Frauengugel (um 1350-60)

Ein weiterer Eintrag in unserer Rubrik Anleitungen, heute machen wir eine Damengugel, wie es sie hier in Österreich ab Mitte des 14. Jhdt gab. Ihr kennt ja vielleicht bereits das Modell von Firiel.

Eine genauere Besprechung zur Gugel findet ihr auf unserer Kopfbedeckungs-Seite. Den frühesten Bild- Nachweis in Österreich kennen wir aus dem Codex 1203 um 1340 in St Pölten.  Charakteristisch hier, wie bei vielen Frauengugeln, der kurze, nach vorne geklappte Zipfel und das kontrastfarbige Innenfutter, das über der Stirn umgelegt wird. Um 1350 erwähnt Heinrich der Teichner die Damengugel in einem seiner satirischen Gedichte.
Im Ausland tauchen zB sehr früh in der Maciejowski Bibel und dem Codex Manesse  (hier sogar mit einem Gugelhut für Damen) Bildbelege auf. Später häufen sich die Belege vor allem in Frankreich und England zB im Roman de la Rose oder im Lutrellpsalter.

Hier möchte ich eine Gugel nach den Londonfunden nachkonstruieren, da sie den meisten Bildbelegen nahekommt, die man zur Frauengugel kennt (nicht der flämischen, die ist ja noch mal anders geschnitten, weil offen). Ähnliche Formen finden sich zB auch in den Herjolfsnes-Funden (zB 75, 76 und 77)

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“Als der Rock kürzer wurde” – ein Rückblick 7.6.2014

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Erstmals: Verzeiht die lange Wartezeit! Einerseits habe ich beim Juni-Belebungstermin knapp 500 Bilder geschossen, welche erst gesichtet & bearbeitet werden mussten, und auch steht grad mein Leben ein klein wenig Kopf – hierzu verrat ich euch aber vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt die (positiven) Hintergründe ;)

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Und schon sind wir über der Halbzeit: “Gut behütet” 5.7.2014

Gester wars mal wieder soweit, unser 5. Modul “Gut behütet” fand auf der Burg Liechtenstein statt. Urlaubsbedingt war diesmal unsere Truppe eher klein: zu sechst bestritten wir einen gemütlichen Tag in “unserer” Burgküche und erklärten bei den stündlichen Führungen einer wetterbedingt mal wieder eher überschaubaren Besuchermenge Kopfbedeckungen des 14. Jahrhunderts.

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Üben, üben, üben – Musterstricken

Weil wir ja wie alle anderen auch nicht auf die Welt gekommen sind mit einer fix fertigen Darstellung, sind wir ständig im Training, um unsere Handwerkstechniken und Produkte zu verbessern und neues dazuzulernen. Und auch diese Prozesse wollen wir auf dem Blog haben, sie sind ja ein wichtiger und Zeitintensiver Teil unserer Arbeit als Darsteller.

Heute hab ich nur ein schnelles Bild für euch von meinen ersten Musterstrickversuchen. Man sieht vielleicht, ich plag mich noch.

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Der Reenactor ist ein Beuteltier

Beutel sind ja immer so ein schönes nebenbei-Projekt, das schnell zum Ende führt und den Reenactor schnell glücklich machen kann.

Mehr aus Langeweile hab ich neulich aus einem Reststück Fischgratköper (von Sirko Galz) in braun und weiß dieses Goldstück hier produziert. Die Nestelschnüre und Quasten sind aus pflanzengefärbter Realseide (von Renate Palenga), in Waid und ich glaube Zwiebel oder so.

Mit dem Stoff und den gewählten Pflanzenfarben sicherlich kein Stück, das ich jetzt als repräsentativen Almosenbeutel für meine Darstellung zeigen würde, allerdings wie ich finde ein gelungenes wirklich hübsches Übungsstück, bei dem ich auch keine zu großen Probleme hab, es auch mal auszuführen mit einem Sonntagskleid.

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Surcots in der Mitte des 14. Jhdt

Hier möchten wir einmal 4 Varianten von Surcots um die Mitte des 14. Jhdt zeigen. Neben den regulären Surcots mit engen langen Ärmeln, die man auf Abbildungen nur selten vom Rock unterscheiden kann (Bild 3), die sicher oft auch einfach nur eine zweite Cotte über der ersten sind, gibt es noch einige extravagantere Exemplare wie wir sie hier haben. Sie unterscheiden sich vor allem in den Ärmelformen. Ihr seht hier einmal Löffelärmel (Bild7), Trichterärmel (Bild 6) und verschieden gewagte Formen von Höllenfenstern.

Für mehr zum theoretischen Hintergrund dürfen wir auf unseren Artikel hier auf der Webseite verweisen.

 

Mödling

Der Mödlinger Karner

Neben der Kirche St. Othmar findet sich in Mödling die Pantaleonskapelle bzw. der Karner aus der Zeit um 1200 (bzw. erfolgte ein Neubau um 1252). Die erste urkundliche Erwähnung scheint 1346 auf. Dieses Gebäude ist nicht nur das älteste erhaltene Bauwerk Mödlings, sondern in seinem Inneren befinden sich auch einige teils noch relativ gut erhaltene, gotische Fresken aus der Mitte des 13. bis beginnenden 14. Jh., welche die Anbetung der Könige, die Kreuzigung sowie das jüngste Gericht zeigen.

Da wir an diesem Wochenende Tanja, Thomas, Bernhard, Anna & Nini, welche allesamt mit den Dreynschlägern unterwegs waren, auf dem kleinen Mödlinger Mittelaltermarkt besuchten, nützten wir die durch die Dreynies ermöglichte Gelegenheit (Danke nochmals für die kleine Intervention beim Techniker ;) ) beim Schopfe, um auch in das Innere des Karners zu kommen – dieser ist normalerweise versperrt, wird aber auf Nachfrage geöffnet werden.

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Mann hat nicht genug Kleidung…

Unser lieber Niko ist wirklich arm dran: Da steht eine Veranstaltung an… und er muss stundenlang vor seinem vollen Hobby-Kasten stehen und findet trotzdem absolut nichts zum Anziehen ;) Männer habens im 14. Jahrhundert offensichtlich wirklich schwer, wenns darum geht, ihren Inneren Gecken zufrieden zu stellen.

Also opfern wir Damen uns immer wieder gerne, um seinen Wünschen nach neuen Röcken nachzukommen – aktuellster Streich ist ein blaues Woll-Suckl im Stil des 2. Viertel des 14. Jh., mit vielen “Nopfis” (ohne die bei Niko ja nun garnichts mehr geht ^^) und mit Seide gefütterten Tütenärmeln.

Anbei ein paar Bilder von dem zwar fertig genähten, aber noch tw. unversäubertem Überrock:

Darunter trägt Niko übrigens seine neuen gelben Rock, eine Tauscharbeit für ein Gürtelchen, an welchem er dann selbst noch einige Knöpfe angebracht hat – nicht dass es noch heißt, unsere Männer wüssten nicht ggf. selbst mit Nadel und Faden umzugehen ;)

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