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Alle Posts aus der Kategorie "Rekonstruktionen".

Schluss, aus, weg mit dem Zeug! Schmeißt den schmiedeeisernen Klorollen-Verbrennungs-Halter, die Lampenölgetränkten Fackeln und Visby-Laternen endlich aus dem Fenster raus! Wir sind hier schließlich nicht beim Raubritter Kunibert im Verlies, sondern inmitten der Zivilisation des Spätmittelalters! Wir möchten euch hiermit einige der zahlreichen Alternativen vorstellen, Lager, Haus oder Weg auf historische Weise zu beleuchten.

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Darstellung und Belebung bedeutet, alles zu hinterfragen, was man im modernen Leben für selbstverständlich hält. Auch zB ob solche hübschen Blumenvasen am Tisch eigentlich auch dem mittelalterlichen Menschen gefallen hätten?

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Sehen wir mal nach!

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Schleudern

27.09.2016 von Rotschopf in Lagerausrüstung, Rekonstruktionen

Das Schleudern mit sogenannten „Slings“ verfolgt mich nun, seit ich via Bekannte vom Projekt Ottonenzeit auf das Thema Mittelalterliche Steinschleudern gestoßen bin.

Mich fasziniert diese simple Technik sehr. Obwohl ich als Frau vermutlich nicht gerade häufig mit Schleudern zu tun gehabt hätte, wollte ich das jetzt unbedingt auch mal ausprobiern, von mir aus auch neben der öffentlich präsentierten Darstellung, wenn es sich didaktisch nicht einbauen lässt. Ob ich Talent dazu habe, wird sich zeigen.

Sehen tut man sie oft in Zusammenhang mit Hirtenabbildungen oder Jagd/Outdoornutzung ( hier mit Stabschleudermodell und hier und hier) und natürlich Abbildungen vom Kampf David gegen Goliath (hier und hier und hier und da und hier). Aber zB auch im militärischen Kontext. Es gibt dabei 2 Typen, einmal die, bei der nur Stränge mit einer Tasche versehen verwendet werden und einmal die, wo zusätzlich ein Stab/Stock dranhängt, der den Wurfarm noch verlängern soll und andere Techniken benötigt.

Hier nun erst mal mein Rekonstruktionsversuch Nummer 1, für die Tasche habe ich ein Stück Leder gewählt, das ich längs eingekerbt habe, wie es in den Schleswig Funden mehrmals ausgegraben wurde. Eine schlaue Konstruktion, das Leder dehnt sich, wenn das Gewicht des Steins und der Fliehkraft wirken, geht aber anschließend leichter wieder zusammen, so dass es nicht ausbeult. Als Riemen habe ich ganz einfach dickes Leinengarn zu einem Strang geflochten mit einer Schlaufe an der einen und einem einfachen Knoten an der anderen Seite.

So, dann geh ich mal hübsche runde Steine an der Donau sammeln und ein großes leeres Feld aufsuchen zum Üben 🙂

 

Edit: Vielen Dank an Singa Lu, der mich auf diese tolle Pinnwand von ihm aufmerksam gemacht hat!!

Lange haben wir die Männer da draussen „diskriminiert“, wie wir heute von einem lieben Bekannten angeklagt wurden, da wir ihnen unseren Videomitschnitt zum damaligen Modul zur Mode der Männer um 1350 auf der Burg Liechtenstein vom 7. Juni 2014 „vorenthalten“ haben.

Gut, ich hab mich an der Nase gepackt, und habe die paar Stunden Ruhepause während Babys Schlaf genützt, um endlich das langausständige Video zusammenzuschneiden.

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DSC_0707_2883Wie bereits vor einigen Wochen berichtet, habe ich mir für dieses Jahr ein stilltaugliches Kleid genähtwelches gottseidankauch trotz definitiv größerer Brustweite als beim Zuschneiden im Herbst noch gut passt.

Einzig die Ärmel werde ich wohl nochmals neu nähen müssen, da die schon vorher eng waren, jetzt aber irgendwie unangenehm sind, aber gut, das ist weiters kein großes Drama!

Heute kamen wir endlich dazu das Kleid jedoch dem eigentlichen Zweck hin auf Praktikabilität zu untersuchen. Als Unterkleid diente eines meiner alten Unterkleider, welches mittig einen Schlitz bis knapp unter der Brust bekam.

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Wie bereits gestern im Post erwähnt, erwarte ich im Februar Nachwuchs, und irgendwie hab ich dahingehend endlich wieder einen Motivationsschub auch in Punkto Mittelalter praktisch wieder aktiv zu sein, weshalb ich mich dieses Wochenende einmal damit beschäftigt habe, eine Basisausstattung zum Wickeln, oder Pucken wie es heutzutage heißt, des Kleinen vorzubereiten.

Ob er es dann auch zulassen wird (Kinder sind ja selten vorhersehbar ^^) wird sich ja noch zeigen, aber ich werde es zumindest versuchen 😉

Zum Wickeln benötigt es an sich nicht viel. In der Regel sieht man auf Abbildungen des 14. Jh. Kinder nur straff mit Leinen(oder Seiden?)-Bandagen umwickelt, ab und an auch in Kombination mit einem Leinentuch oder wollenen oder seidenen Stofftuch, sieht man doch immer wieder auch farbig gewickelte Kinder (z.b. hier, 15. Jh.)

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Ich kann nur jubeln – nach gut 3 Wochen des Dauer-Nähens habe ich es endlich geschafft, gestern nachmittag die letzten Stiche an meinem neuen rosa Kleid anzubringen!! Die Hintergründe habe ich euch vor einigen Tagen bereits kurz zusammengefasst!

Das anfängliche Zittern ob die Ärmel nicht doch nach dem Einarbeiten der Nestellöcher nicht vielleicht doch ZU eng werden, erwies sich als unbegründet, sie sitzen nun fast wie angegossen, und es ergibt sich auch im oberen Bereich diese schöne wulstige Fältelung wie man sie auf Abbildungen aus dem Zeitraum noch oft sieht, wo die Ärmel erst ab dem Ellbogen wirklich anliegen.

Schlussendlich setzte ich in einem letzten Geduldsakt die Seitengeren noch eine Spur tiefer – dies lag daran, dass der Stoff sehr komische Wülste im Hüftbereich bildete, aber ich glaube jetzt kann ich mit dem Fall und dem Gesamtpaket zufrieden sein!

Anbei einige Bilder, die Agnes dankenswerterweise gestern nachmittag noch spontan geschossen hat!

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Wie ihr wisst, bin ich im täglichen Leben ja im Kindergarten als Pädagogin tätig. Damit einher ging irgendwann eine natürliche, & extreme Phobie vor allem was rosa ist – ein Übermaß an Barbie, Prinzessin Lillifee & Co sind schuld 😉

Trotzdem… irgendwie kann ich diesem pinken Rotholz-Touch nicht widerstehen! Und daher wurden damit auf der Liechtenstein gleich 6 m Wollstoff  für ein neues Nähprojekt, vom Stil her einordbar etwa in die 1350-1360er Jahre, in einem wunderbaren hellen rosarot gefärbt. Mehr verrat ich euch noch nicht – die Finger glühen ohnehin bereits ordentlich, weshalb ich hoffe dass es bald finale Bilder geben wird -, aber soviel sei noch gesagt: es wird Knöpfe geben… viiiiele, viiiele Knöpfe 😉


rosa Kleid

Agi ist uns  – eigentlich für die Steinzeit – schon ewig damit im Ohr gelegen, ob wir nicht einmal an einem schönen Tag ans Donauufer Schilf sammeln fahren könnten. Gesagt getan … und bei der Arbeit entstanden auch einige wunderschöne Fotos, die wir euch nicht vorenthalten wollen!

Viel Spaß!

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Eigentlich war ja ein Naschmarktbesuch (nach langem war der Flohmarkt auch mit brauchbaren Objekten, wie z.b. einer gigantischen Rolle handgesponnenem Leinengarn gesegnet) und danach gemütliches Nähen zu zweit geplant… Im Endeffekt   trafen Niko, Karl, Sonja, Agnes und Christina sich dann spontan zu einem langen Bastelnachmittag/-abend, und – im Unterschied zu manchen anderen Treffen, bei denen mehr geplaudert worden war  – waren wir diesmal auch „erschreckend“ produktiv. Niko stellte ein Paar Hosen beinahe fertig, Sonja begann ein Schürzenprojekt, Karl nähte eifrig Schuhe, und Agnes fitzelte an Rengers Rock und den dazugehörigen Knöpfen stundenlang herum, damit dieser endlich fertig wird.

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